Wochensport 4/2014

Fürwahr, es war ein äusserst erfolgreicher (Schweizer) Sporttag.

Zuerst Stan’s Erfolg in Melbourne gegen Rafa Nadal. Stan’s erster Satz war wohl das Beste was er je in seiner Karriere gespielt haben dürfte. Auch wenn Nadal ab dem 2. Satz stark angeschlagen war (ich glaube nicht daran, dass er was simuliert hat o. Ä.), so geht der Sieg von Wawrinka völlig in Ordnung.

In der aktualisierten Weltrangliste, die morgen veröffentlicht wird, rangiert Stan neu auf Rang 3.

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Die gebeutelten Ski-Herren haben gestern in der Abfahrt auf der Streif einen Lichtblick erfahren dürfen, als Carlo Janka völlig überraschend auf den 6. Rang gefahren ist.

Und heute setzt der olle Didier noch einen drauf. Ich dachte Bode Millers Fahrt war schon das Mass aller Dinge. Aber Didier hat mich eines besseren belehrt.

Auch Lara Gut hat heute endlich wieder brilliert und gezeigt, dass Sie sich in guter Form in Hinblick auf Sochi befindet. Sie gab übrigens der Sonntagszeitung ein bemerkenswertes Interview über Menschenrechte und Sochi 2014.

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Und was viele vergessen, auch am CSI in Zürich gab es heute Nachmittag einen Erfolg. Pius Schwizer gewann die internationale Prüfung.

Auch die BobfahrerInnen hatten einen erfolgreichen Tag. Beat Hefti, der gestern schon im Zweierbob den EM-Titel holte, doppelte heute im Vierer nach.
Und auch die Frauen jubelten: Fabienne Meyer und Tanja Mayer gewannen heute sowohl den EM-Titel als auch gleich den Weltcup.

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Nach den Australian Open ist vor dem Davis-Cup. Ab Freitag trifft die Schweiz (ausgerechnet) auf Serbien. Djokovic hat nach seinem Ausscheiden im Viertelfinal seinen Verzicht erklärt. Auch Federer wird nicht teilnehmen. Gute Chance für die Schweiz weiter zu kommen. Ich konnte es leider nicht verifizieren, aber Heinz Günthard hat heute während des Finals eine Bemerkung dahingehend gemacht, dass die serbische Nummer 2 verletzt ist und die Nummer 3 gesperrt sei.

SRF ist das ganze Wochenende Live auf Sendung.

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Die Super League hat uns wieder. Eine Woche nach der Bundesliga wird auch hierzulande wieder fröhlich auf dem Rasen gekickt.

Es beginnt am Samstag um 1745 Uhr mit 2 Spielen. Der FC St. Gallen muss in den Aargau zum FC Aarau fahren. Die Aarauer haben noch die Eine oder andere Rechnung offen (unter anderem vom letzten Cup-Spiel).

Gleichzeitig ein kleines Kellerduell mit FCZ gegen den FC Constantin. Eine Partie, die wohl mehr über Kampf denn über schöne Spielzüge entschieden wird.

Am Sonntag um 1345 Uhr dann die beiden Partien Luzern gegen GC und Lausanne trifft zu Hause auf den FC Basel, der den Salah Transfer verdauen muss.

Danach um 1600 Uhr die SRF-Live-Partie YB gegen Thun.

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Es ist Super-Bowl-Woche. Rund um das MeatLife Stadium zu East Rutherfold im Bundesstaate New Jersey geht es diese Woche rund. Autogrammstunden, Live-Konzerte usw usw.

Vor allem hinsichtlich des Wetters wird der Super Bowl höchst interessant. Es ist der erste Super Bowl, der in einer „Kälte-Stadt“ und noch unter freiem Himmel gespielt wird.

Die meisten Experten erwarten ein enges Spiel. Denn es trifft die beste Offense (Denver) auf die beste Defense (Seattle). Hochspannung sollte also garantiert sein.

SRF wird dieses Jahr keine Übertragung anbieten. Ich habe letztes Jahr den SB am Montag Nachmittag als Aufnahme nochmals angesehen und ich war durchaus positiv angetan.

RTS Deux wird hingegen Live übertragen.

Wer’s gerne in deutscher Sprache mag, sollte bei Sat1 vorbeischauen. Seit Jahren übertragen sie mittlerweile den Super Bowl. Und die Übertragung weiss tatsächlich zu gefallen. Frank Buschmann und Jan Stecker werden vor Ort sein (der ORF bringt heuer keine Übertragung, denn die Rechte liegen bei Puls 4).

Um 0005 Uhr steigt Sat1 in die Übertragung ein. Kick-off ist um halb 1.

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Bevor die Skisportler ins heimelige Russland fliegen, gilt es noch ein Weltcup-Rennen auszutragen.

Die Frauen fahren am Sonntag einen Slalom im slowenischen Maribor. Die Herren fahren in Garmisch St. Moritz  (das Rennen musste verlegt werden) einen Riesenslalom.

„Gäng wie gäng“, SRF ist dabei.

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Die Freunde echten Männersports freuen sich auf den Beginn der Six-Nations. Ab nächsten Samstag geht es mit 2 Spielen (Wales vs. Italien und Frankreich vs. England) los. Das Turnier wird über 5 Runden gespielt und dauert bis zum 15. März.

Bei einem ersten Durchblick sieht es so aus, als sei BBC One bei allen Spielen Live dabei.

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Ab Nächsten Mittwoch werden im Berliner Tempodrom die German Masters im Snooker gespielt. Das Finale findet am 2. Februar statt.

Wie immer sitzt man bei Eurosport und Rolf Kalb in der ersten Reihe.

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Wochenaussicht 4/2014

Ich sollte mit meiner Einschätzung recht behalten. Bei den Australian-Open sind sowohl Roger Federer als auch Stan Wawrinka in der zweiten Woche.

Roger Federer bekommt es morgen ab 9 Uhr (MEZ) mit Jo-Wilfried Tsonga zu tun. Die Beiden trafen letztes Jahr bei den French Open aufeinander. Ein völlig entfesselder Tsonga gewann 7-5 6-3 6-3. Auch bei den Australian Open letztes Jahr stand man sich gegenüber. Dieses Spiel (es war wie in Paris der Viertelfinal) gewann Federer mit 7-6 4-6 7-6 3-6 6-3. Es dürfte wieder eine eher enge Kiste geben. Tsonga gab bei diesem Turnier noch keinen Satz ab. Spannend wird’s auf alle Fälle.

Stan Wawrinka hat heute Morgen Tommy Robredo völlig verdient geschlagen. Vor allem der erste Satz war eine Augenweide.
Jetzt kommt es (mal wieder) zum grossen Knüller gegen die Nummer 1 2 der Welt Novak Djokovic. Blenden wir das letzte Spiel der Beiden (Halbfinale der ATP Finals in London) mal aus, bleiben der Halbfinal der US Open und der Achtelfinal in Melbourne letztes Jahr. In beiden Spielen hat Stan Novak über 5 Sätze gefordert. Vor allem die Partie in Melbourne war wohl die Beste jenes Tuniers, ging doch der letzte Satz über insgesamt 22 Games.
Stan muss sich nicht verstecken. Er weiss, dass er an einem guten Tag Novak schlagen kann. Und Leute glaubt mir, dieses Jahr ist es soweit. Der Tunier-Shedule für Übermorgen ist noch nicht raus, vermute aber, dass das Spiel in der Night-Session sein wird.

Beide Spiele wird SRF übertragen (auch als Live-Stream).

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Die in Dänemark stattfindende Handball-EM der Männer geht in seine zweite Woche. 16 Mannschaften kämpfen um die Krone in Europa. Nach der Gruppenphase letzte Woche (4 Gruppen à 4 Teams), schieden die jeweils Gruppenletzten aus.

In der sogenannten Hauptrunde sind die restlichen 12 Teams in 2 Gruppen aufgeteilt. Die Mannschaften spielen nun gegen jene Teams auf die sie in der Guppenphase noch nicht getroffen sind.
Die beiden Gruppenersten beider Gruppen sind dann im Halbfinal.

In der Gruppe 1 dürften sich die Dänen und Spanien für den Halbfinal qualifizieren. In der Gruppe 2 sieht’s schon enger aus. Das streiten sich Russland, Frankreich und Schweden um den Halbfinal.
Die Halbfinals werden am 24. Januar ausgespielt, der Final findet am Sonntag statt.

Bei Sport1 ist man an der richtigen Adresse.

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Die NHL macht mit Ihrer Stadium-Series weiter. Am nächsten Samstag findet im legendären Stadium der LA Dodgers das Spiel Anaheim va LA Kings statt. Nur einen Tag später dann im Stadion der Yankees gibt’s die Partie zwischen den Rangers und den Devils aus dem benachbarten New Jersey. Wenn also auf der George-Washington-Bridge nicht gerade staugefahr herrscht, dürfte die Hütte voll sein.

In der Woche drauf sind dann nochmals 2 Spiele der Stadium Series (nochmal eins im Yankees Stadium und eines im Soldier Field zu Chicago).

In meinen Augen übertreibt es die NHL damit. Wenn die Winter-Classic dazu gezählt wird sind es 5 Spiele die nicht in der Halle gespielt werden. Zu viele in meinen Augen. Eine schöne Idee wird damit fast zu Tode getrampelt.

Wer den NHL-Gamepass hat kann sich die Spiele zu Gemüte führen. Im TV werden die Partien kaum zu sehen sein (auch bei Swisscom oder Cablecom nicht).

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Nachdem heute Abend bzw. Nacht die Conference Championschips der NFL ausgespielt werden findet heute in einer Woche das All-Star-Game (Pro Bowl genannt) statt.

Gespielt wird im beschaulichen (und vor allem auch warmen) Aloha Stadium auf Honolulu.
Seit 2010 wird der Pro Bowl 1 Woche vor dem Super Bowl gespielt (vorher war er immer 1 Woche nach dem Super Bowl).

Grosse Auswirkungen hat der Pro Bowl eigentlich nicht. Es markiert den Start in die Super Bowl Woche.
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Die Premier League macht nächste Woche Pause und greift erst wieder am 28. an. Das heisst aber nicht, dass nicht gespielt wird.

Am Mittwoch muss Manchester United im Capital One Cup ein 1-2 gegen Sunderland aufholen (es wird mit Hin- und Rückspiel gespielt).

Einen Tag früher fahren die Hellblauen Nachbarn von United zu West Ham um ihr Rückspiel auszutragen. City dürfte allerdings nicht gross gefährdet sein, haben Sie das Hinspiel doch glatt mit 6:0 gewonnen.

Am Wochenende ist dann FA Cup-Zeit und es wird die 4. Runde ausgespielt. Hat in meinen Augen keine allzu grossen Kracher dabei. Höchstens am Sonntag mit Sheffield United gegen Fulham, das noch am ehesten eine Überraschung geben könnte.

Sehen kann man den FA Cup noch am ehesten im lokalen Pub. Die Partie Chelsea vs Stoke von Sonntag Nachmittag kann auf ITV1 verfolgt werden.

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Weit mehr zu reden gibt der Rückrunden-Start in der Bundesliga.

Beinahe schon traditionell zeigt die ARD den Start am Freitag Abend mit Gladbach gegen Bayern. Der Spass-Faktor dürfte bei dieser Partie extrem hoch sein. Bayern muss gerade die 3:0 Niederlage gegen RB Salzburg verkraften (klar, war nur ein Testspiel, aber trotzdem). Und die Jungs von Lucien Favre müssen unbedingt vorlegen wollen sie Platz 3 nicht verlieren. (das 4. Dortmund empfängt zu Hause Augsburg). Der 5. Wolfsburg trifft zu Hause auf Hannover 96, die mit Tayfun Korkut einen Trainerneuling engagiert haben nachdem man am 27. Dezember Mirko Slomka in die Wüste geschickt hat.

Erste Verfolger von Bayern ist Bayer. Die haben mit dem SC Freiburg einer eher einfach Aufgabe.

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Vom Rasen auf den Schnee.

Traditionell nur 1 Woche nach der Lauberhorn-Abfahrt folgt die Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel. Da runter zu fahren muss die absolute Hölle sein. Fahrer, die zum ersten Mal die Streif fahren, berichten regelmässig wie viel Angst die gehabt hätte, als sie im Starthäuschen standen.

Ein Pflichtprogramm wenn Ihr mich fragt.

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Eher beschaulich geht’s nächstes Wochenende im Hallenstadion zu und her. Das CSI Zürich steht wieder auf dem Programm. Höhepunkt wird das Mercedes-Benz-Classic am Sonntag Nachmittag sein.
Wie ich SRF kenne, wird man es Live übertragen (oder zumindest zeitversetzt eine Aufzeichnung zeigen).

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So, das war’s mal von meiner Seite. Tipps werden selbstverständlich gerne entgegengenommen, falls ich was verpasst haben sollte.

Setzt Euch hin und schaut’s!

Wochenaussicht 3/2014

Die Australian Open stehen natürlich im Vordergrund. Federer und Wawrinka dürften ohne grösseren Probleme die zweite Woche erreichen.

Am Samstag findet wie bereits in einem anderen Post das legen – wait for it – däre Lauberhorn-Rennen statt. Wegen des heftigen Schneefalls musste bereits ein Training auf den nächsten verschoben werden. Der in meinen Augen einzige Schweizer, der im Rennen vorne rein fahren könnte ist Beat Feuz. Der Sieger von 2012 hat also schon bewiesen, dass er die Strecke beherrscht.

Meine Augen bleiben aber auf Didier Défago dem Sieger von 2009 und Patrick Küng. Mal schauen, ob dem gebeutelten Männerteam ein Befreiungsschlag gelingt.

Die Eishockey-Saison geht natürlich munter weiter. Mein SCB tritt am Freitag (schon wieder) in Genf gegen Servette an und am Samstag das Heimspiel gegen Kloten.
Wir kommen langsam aber sicher in eine kritische Phase der Saison. nach 40 Spielen gurkt der Verein immer noch irgendwo beim Strich rum. Auch am letzten Sonntag im Heimspiel gegen Biel hat man alles andere als einen guten Eindruck hinterlassen. Rüthemann wurde nach einer Ewigkeit nur als 13. Stürmer nominiert (was IMHO endlich Zeit wurde).

Der winterpausengeschädigte Fussball-Fan kann seine Augen zum Glück auf die Insel richten. Arsenal versucht seine Leaderposition am Samstag um 1600 Uhr (Schweizer Zeit) gegen Fulham zu halten. Die nächsten Verfolger haben unterschiedliche Programm. City hat zu Hause ein leichtes Programm gegen Cardiff und Newcastle trifft auswärts auf West Ham (beide Spiele ebenfalls am Samstag).

Der Sonntag hat es da schon eher in sich. Tottenham fährt nach Wales zu Swansea. Um 1700 Uhr dann der Knüller Chelsea gegen Moyes‘ United. Es wäre der Equipe von moyes zu wünschen, dass sie endlich mal zu Ihrem Spiel findet. Gerade als Arsenal Fan würde ich es mir wünschen, wenn United den Blauen den einen oder anderen Punkt abnehmen könnten.

Die NFL spielt an diesem Wochenende seine Conference Championships aus. Und die haben es in meinen Augen ganz schön in sich. Im ersten Spiel müssen die New England Patriots ins kalte Denver zu den Broncos fahren. Denver, ein Team, dass ich eigentlich gar nicht auf der Rechnung hatte. Mit Ihrer bärenstarken Saison (13-3) sehe ich sie gegenüber den Pats leicht im Vorteil.

Im zweiten Spiel müssen die San Francisco 49ers gen Norden fahren zu den Seattle Seehawaks (ebenfalls 13-3).

Ich habe mich schon früh festgelegt, dass der Super Bowl XLVIII (2. Februar im neuen MetLife Stadium in New Jersey) Seattle gegen Denver sein wird.

Im Snooker finden die Masters in London statt.  Die Viertefinals, die heute beginnen versprechen hochkarätigen Sport (unter Anderem Marco Fu gegen Shaun Murphy).

Setzt Euch hin und schaut’s

Lauberhorn

Nächsten Samstag ist es endlich wieder soweit. Das Lauberhorn-Rennen in Wengen steht auf dem Programm.

Ein fester Programmpunkt an diesem Samstag Mittag. Auch wenn die Chancen auf einen Schweizer Sieg nicht gerade sehr hoch sind, ist es die Art von Rennen, die man sich auf alle Fälle anschaut. Mit der berühmten Streif in Kitzbühel verhält es sich genau gleich.

Australian Open

Wir haben ja gerade Handwerker in der Hütte. Sowohl meine Freundin und ich, als auch der Nachbar einen Stock über uns, bekommen eine neue Küche.

Viele von Euch können jetzt also vorstellen was für ein Lärm durch das Haus geht.
Und da die Handwerker bereits am Morgen früh beginnen stehen meine Freundin und ich entsprechend früh auf (schlafen kann ja eh keiner mehr).

Das bringt den angenehmen Nebeneffekt mit sich, dass man die Australian Open schauen kann.

Heute Morgen also das Spiel von Federer gegen den Serben Kavcic. Der Arme hatte in den ersten 2 Sätzen keinerlei Chancen.

Er steigerte sich erst im dritten Satz, als er endlich begann aggressiver auf den Ball zu gehen um so Federer mehr unter Druck zu setzen. So rettete er sich in den Tie-Break in dem er sogar schon 3:0 führte dann aber, 2 Winner von Federer und 1 Doppelfehler später, den 3:3 Ausgleich kassierte. Danach setzte sich Federer souverän durch und könnte es in der nächsten Runde in 2 Tagen mit dem Linkshänder Verdasco zu tun bekommen sofern er sich gegen Teymuraz Gabashvili aus Russland durchsetzt. 

Morgen dürfte dann Stan wieder an der Reihe sein (der Zeitplan ist aber noch nicht veröffentlicht).