Wochensport 39 / 2014 – USA vs. Europa

Einen schönen Sonntag euch Allen. Nach einer Woche Unterbruch folgt heute ein neuer Wochensport. Da ich heute Sonntag am Wandern bin, wurde der Wochensport bereits gestern Nachmittag geschrieben.

Nebst den üblichen Verdächtigen (Fussball, Eishockey) sticht vor allem der Ryder Cup heraus, der Kontinentalvergleich zwischen den USA und Europa.

Ansonsten findet am nächsten Wochenende ein weiteres Rennen in der MotoGP statt.

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Beginnen wir doch gleich mit Golf, sprich dem Ryder Cup.

Wie bereits angesprochen handelt es sich um einen Vergleich zwischen den besten Golfern aus Europa und den USA.

Das alle 2 Jahre stattfindende Turnier ist eine reine Angelegenheit des Prestiges. Preisgelder werden keine ausgeschüttet.

Benannt nach dem Golffan Samuel Ryder, der Pokal und einen Geldpreis für das neue Turnier stiftete, fand der Ryder Cup erstmals 1927 nur zwischen Golfern aus den USA und Grossbritannien statt. Die ersten Teamkapitäne waren Ted Ray (Grossbritannien) und Walter Hagen (USA). Bei der ersten Austragung im amerikanischen Worcester konnte sich die USA den Sieg deutlich mit 9,5 zu 2,5 Punkten sichern.

Von 1939 bis 1945 wurde der Ryder Cup wegen des Zweiten Weltkriegs abgesagt. 2001 wurde das Match wegen der Terroranschläge des 11. September um ein Jahr verschoben und findet seitdem in geraden Jahren statt.

Die amerikanischen Golfer dominierten den Cup phasenweise nach Belieben, zwischen 1935 und 1973 konnte sich die britische Auswahl nur ein einziges Mal erfolgreich durchsetzen. Um den Wettkampf ausgeglichener zu gestalten, wurde die britische Mannschaft ab 1973 mit Golfern aus Irland verstärkt, seit 1979 können Spieler aus ganz Europa als Gegner der USA aufgeboten werden. Seitdem ist das Kräfteverhältnis ausgeglichener: Obwohl das amerikanische Team meist als Favorit antritt, konnte Europa seither zehn von 17 Wettbewerben für sich entscheiden.

Der Ryder Cup hat sich im Laufe seiner Geschichte zunehmend zu einem ernstgeführten Vergleich der Alten gegen die Neue Welt entwickelt. Untypisch für den eigentlich so vornehm-zurückhaltenden Golfsport schaukeln sich die Emotionen zuweilen extrem hoch – in den 1990er Jahren bis hin zu Vorwürfen der Unsportlichkeit.

Da es sich hier um Teams handelt, wie wird eigentlich gespielt?

Jedes Team stellt zwölf Spieler, die Qualifikation erfolgt hauptsächlich über die „Moneylists“ der PGA und der European/World Tour. In der Regel qualifizieren sich 8–10 Spieler über die relevanten Listen, für die restlichen freien Plätze erhält der Captain Wildcards („Captain Picks“).

Im Gegensatz zu den sonst üblichen professionellen Golfturnieren wird der Ryder Cup im Matchplay-Modus (Mann gegen Mann) gespielt. Es werden in drei Tagen (Fr./Sa./So.) 28 Partien über 18 Loch gespielt, diese verteilen auf jeweils 4 Foursomes (zwei Spieler gegen zwei andere Spieler. Die Spieler einer Mannschaft schlagen den Ball abwechselnd.) am Freitag und Samstag morgen, am Nachmittag werden dann je 4 Fourball-Partien (Der bessere Ball zweier Spieler gegen den besseren Ball zweier anderer Spieler.) gespielt. Am Schlusstag werden traditionell zwölf Einzelmatches ausgetragen. Für die Fourball- und Foursome-Spiele legen die Kapitäne jeweils die Zusammensetzungen der Teams und die Reihenfolge fest, in der die Teams spielen. Auch bei den Einzelpartien legt der jeweilige Mannschaftskapitän fest, in welcher Reihenfolge die 12 Spieler antreten. Dabei kennen die Kapitäne weder die Zusammensetzungen der Viererpaarungen noch die gewählte Reihenfolge der anderen Partei, so dass sich die Paarungen zufällig ergeben. Der Sieger jeder Partie bekommt einen Punkt, ein Unentschieden wird mit je einem halben Punkt für beide Parteien gewertet. Falls es am Ende der 28 Partien zu einem Gleichstand kommt (14:14), wird der Titelverteidiger zum Sieger erklärt. Das Herausforderer-Team benötigt also mindestens 14½ Punkte zum Sieg.

Die Zählweise ist immer die Selbe. Solange die Teams bzw. die Spieler gleich viele Schläge für ein Loch brauchen nennt man den Stand „all square“ oder einfach „AS“. Benötigt ein Spieler weniger Schläge als sein Kontrahent ist er „1 UP“. Ist er beim nächsten Loch wieder besser entsprechend „2 UP“. Es wird solange gespielt bis der Gegner einen nicht mehr einholen kann. Wenn Spieler A nach Loch 16 bei „3 UP“ ist hört man auf zu spielen (der Gegner kann auf den Löchern 17 und 18 höchstens 2 mal besser sein). Diesen Endstand nennt man dann „3 & 2“: 3 „Schläge“ Vorsprung bei nur noch 2 zu spielenden Löchern.

Wo wird eigentlich gespielt?

Heuer findet der Ryder Cup im schottischen Gleneagles auf dem „PGA Centenary Course“ statt. Dieser wurde 1980 eröffnet und 1993 von der Golf-Legende Jack Nicklaus umgestaltet. Der 72-Par-Kurs ist 6640 Meter lang.

Auf Bilder im free-TV soll man nicht hoffen. Der deutsche Sender SKY wird sicherlich rund um die Uhr übertragen. Auch der Teleclub dürfte Live übertragen. Allerdings ist der Ryder Cup noch nicht in Ihrem Programm aufgelistet.

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Kommen wir zum Fussball:

Beginnen wir mit der heimischen Liga, die nach dem Cup-Wochenende wieder ihren Betrieb aufnimmt.

Die Liga startet mit dem Spiel GC gegen Aarau am Samstag um 17.45 Uhr. Es wird sich zeigen, ob der GC-Sieg gegen den FC Basel nur ein Strohfeuer war, oder ob die Suspendierung von Salatic doch mehr genützt hat als man gemeinhin annimmt.

Dieses FC Basel spielt um 20.00 Uhr gegen den FC Thun.

Am Sonntag um 13.45 Uhr sind 2 Spiele. Einerseits Vaduz gegen den FC Sion  und die Berner Young Boys begrüssen den Leader FC Zürich bei sich.

Livespiel um 16.00 Uhr dann Luzern gegen den FC St. Gallen, oder der Frage wie lange sich Bernegger noch in Luzern halten kann. Die sportliche Führung hat diese Woche zwar eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der Bernegger der Rücken gestärkt wurde. Aber wie es im Fussball nun mal so ist, sollte man solchen Vorgängen nicht trauen. Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass Bernegger vor der Türe steht, wenn dieses Wochenende im Cup ausscheiden und gegen St. Gallen verlieren sollte.

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Zu unseren nördlichen Nachbarn und somit zur Bundesliga.

Diese hat eine englische Woche vor sich.

Runde 5 am Dienstag und am Mittwoch:

Dienstag, 20.00 Uhr:
Bayern München vs. SC Paderborn
Hoffenheim vs. Freiburg
Werder Bremen vs. Schalke
Frankfurt vs. Mainz

Mittwoch, 20.00 Uhr:
Dortmund vs. Stuttgart
Leverkusen vs. Augsburg
Gladbach vs. HSV
Hannover vs. Köln
Hertha Berlin vs. Wolfsburg

Runde 6 dann normal am nächsten Wochenende.

Am Freitag Abend um 20.30 Uhr spielt Mainz gegen Hoffenheim.

Am Samstag ab 15.30 Uhr:
Schalke vs. Dortmund
Freiburg vs. Leverkusen
Stuttgart vs. Hannover
Köln vs. Bayern München
Paderborn vs. Gladbach

Samstag um 18.30 Uhr Wolfsburg gegen Werder Bremen.

Am Sonntag dann wie immer noch 2 Spiele: um 15.30 Uhr Augsburg gegen die Hertha und um 17.30 Uhr spielt der HSV gegen die Eintracht aus Frankfurt.

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Die englische Premier League spielt nächstes Wochenende wieder und wir betätigen 2 Mal die Derby-Hupe.

Die Runde startet mit dem Merseyside-Derby, Liverpool gegen Everton um 13.45 Uhr.

Weiter geht es um 16.00 Uhr mit folgenden Spielen:
Chelsea vs.  Aston Villa
Crystal Palace vs. Leicester City
Hull City vs. Manchester City
Manchster United vs. West Ham
Southampton vs. QPR
Sunderland vs. Swansea

Um 18.30 Uhr tröten wir die Derby-Hupe zum zweiten Male: Arsenal gegen Tottenham.

Am Sonntag findet nur 1 Spiel statt: um 17.00 Uhr West Brom gegen Burnley.
Am Montag dann das letzte Spiel der Runde um 21.00 Uhr, Stoke gegen Newcastle.

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Kommen wir zum Eishockey und somit nur NLA:

Da ist am nächsten Dienstag spielfrei. Das heisst der Ligabetrieb geht erst am nächsten Wochenende, genauer am Freitag, weiter (alle Spiele um 19.45 Uhr):

Ambri vs. EVZ
Lausanne vs. Servette
Biel vs. Kloten
Fribourg vs. Lugano
Laker vs. HCD
ZSC vs. SCB

Einen Tag später wieder eine Vollrunde (alle Spiele um 19.45 Uhr)

Kloten vs. Ambri
SCB vs. Rappi
HCD vs. Lausanne
Servette vs. ZSC
Lugano vs. Biel
EVZ vs. Fribourg.

Wie immer gilt: Live nur bei Teleclub. Erste bewegte Bilder im free-TV im Sport aktuell auf SRF.

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Zum Motorrad und somit zum Rennen Nummer 14 von insgesamt 18.

Gefahren wird im spanischen Aragon.

Es gelten folgende Startzeiten:

Moto3: 11.00 Uhr
Moto2: 12.20 Uhr
MotoGP: 14.00 Uhr

Und wie immer der obligatorische Blick auf die Zwischenstände in der Moto2:

1 Esteve RABAT Kalex SPA 258
2 Mika KALLIO Kalex FIN 236
3 Maverick VIÑALES Kalex SPA 179
4 Dominique AEGERTER Suter SWI 133
5 Thomas LUTHI Suter SWI 103
6 Simone CORSI Kalex ITA 100

SRF2 bringt die Rennen der Moto2 und der MotoGP Live.

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Kommen wir noch zum Radfahren. Da beginnen morgen Sonntag die 81. UCI-Strassen-Weltmeisterschaften im spanischen Ponferrada.

Das genaue Programm kann man sich hier ansehen.

SRF2 zeigt nur das Elite-Rennen vom nächsten Sonntag. Start zur Übertragung ist um 11.30 Uhr und wird zeitweise von der MotoGP unterbrochen.

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Das soll’s von mir gewesen sein.

Setzt Euch hin und schaut’s.

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