Wochensport 47 – 22 Jahre später

Einen schönen Sonntag Euch allen.
Seit einigen Wochen gehört es zu den grössten Themen in den Schweizer und französischen Gazetten. Der Davis Cup Final zu Lille geht am nächsten Wochenende über die Bühne.

Daneben fährt die Formel 1 ihr letztes Rennen dieser Saison. Sonst gibt es noch das Standardprogramm mit Fussball und Eishockey. Und wir schauen noch kurz beim Curling vorbei, wo ab nächster Woche die EM gespielt wird.

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Beginnen wir aber mit DEM Thema, dem Finale des Davis Cup im französischen Lille, das schon seit Wochen seinen Schatten voraus wirft.

Es war im Jahre 1992 als die Schweiz das letzte (und einzige) Mal im Davis Cup Final stand. Ihre Gegner waren die brillant besetzten Amerikaner. Die beiden Einzel wurden von Andre Agassi und Jim Courier bestritten (wobei Courier sein Spiel gegen Marc Rosset verlor). Das Team im Doppel bestand aus John McEnroe und Pete Sampras. Die Schweiz verlor 3:1 (das letzte Einzel wurde nicht mehr bestritten). Jetzt 22 Jahre später hat die Schweiz endlich wieder die Chance die begehrte Trophäe in die Schweiz zu holen.

Der Modus ist wie immer. 2 Einzel am Freitag, das Doppel am Samstag und dann wieder 2 Einzel am Sonntag.

Gespielt wird im Stade Pierre Mauroy, einem hübschen Fussballstadion, das man zu einem Tennisstadion umfunktioniert hat und ein Fassungsvermögen von 27’000 Plätzen haben wird. Wie man auf dem Bild sehen kann gibt es ein Dach, das man schliessen kann. Gespielt wird auf Sand.


Ein Blick auf die Spiele und die Spieler.

Die Startzeiten sind jeden Tag anders. Am Samstag beginnt das erste Spiel gegen 14.00 Uhr. Das Doppel am Samstag ist auf 1530 Uhr angesetzt. Und die restlichen beiden Einzel vom Sonntag auf 13.00 Uhr.

Ein Blick auf das Kader der beiden Mannschaften.

Wenn man sich die Weltrangliste vor Augen führt ist das französische Team als stärker einzustufen. Mit Jo-Wilfried Tsonga (Weltrangliste #12), Gael Monfils (#19), Julien Bennetau (#26) und Richard Gasquet (#27) hat Frankreich 4 Spieler in den Top 30.

Die Schweiz hat mit Roger Federer (#2) und Stan Warwrinka  (#4) 2 Spieler in den Top5. Zum Team gehören noch Marc Chiudinelli (#198) und Michael Lammer (#513). Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass Chiudinelli und Lammer zu einem Einsatz kommen werden. Lüthi dürfte sowohl in den Einzel wie im Doppel ausschliesslich Stan und Roger einsetzen. Lüthi wird zudem auf das Losglück hoffen. Wie gegen Italien wäre es ihm lieber wenn Roger das erste Spiel bestreiten kann. Davon ausgehend, dass er sein Spiel gewinnt, kann Stan das zweite Einzel mit weniger Druck angehen. Erschwerend kommt hinzu, dass Stan’s Nerven zur Zeit einer Achterbahn gleichen. Sinnbildlich die ATP Masters diese Woche. Starkes Spiel gegen Berdych, gegen Djokovic nie eine Chance gehabt um dann (trotz Niederlage) gegen Roger wieder ein ganz starkes Spiel abzuliefern.

Bei den Franzosen wird’s da schon bisschen schwieriger. Tsonga dürfte gesetzt sein, da ich ihn als den stärksten Sandspieler halte von den Vieren. Monfils dürfte das Zweite bestreiten. Benneteau und Gasquet dürften zusammen das Doppel spielen um damit Tsonga und Monfils einen Ruhetag geben zu können.

Wie immer wagen wir auch hier einen Blick in die Geschichtsbücher. Und die Schweizer Bilanz gegen Frankreich ist gelinde gesagt eine Katastrophe.

In der Geschichte des Davis Cup hat man bisher 12 Mal gegen Frankreich gespielt und dabei ganze 10 Niederlagen kassiert. Auf Sand ist man sich bisher 4 Mal gegenüber gestanden (3 Niederlagen für die Schweiz). ABER (Achtung gutes Omen), das letzte Mal als man auf Sand gespielt hat und den einzigen Sieg geholt hat war ausgerechnet 1992, als die Schweiz erst im Finale von den USA gestoppt wurde.

Wenn man nur die Spiele berücksichtigt, die in einer Halle stattfanden steht die Bilanz bei 3-2 für Frankreich.

Wie auch immer wie man es dreht und wendet, spannend wird’s auf alle Fälle.
SRF ist selbstverständlich Live bei allen Spielen dabei.

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Zur Formel 1 und somit zum Finale in der Privatfehde zwischen Rosberg und Hamilton.

Gefahren wird in Abu Dhabi. Und es gibt eine Besonderheit für das Finale. Die erzielten Punkte nach dem Rennen werden verdoppelt. Sprich der Sieger des Rennens bekommt 50 Punkte, der Zweite 36 Punkte usw.

Hamilton ist gegenwärtig auf #1 mit 334 Punkte. Rosberg folgt hinter ihm mit 317 Punkten. Sprich, will Rosberg Weltmeister werden muss er das Rennen gewinnen und Hamilton darf nur Dritter oder schlechter werden.

Zur Strecke:

Noch eine Hermann Tielke-Strecke, die zunächst überhaupt nicht bei den Fans ankam. Dabei hat die Strecke aber durchaus etwas. Zwei lange Geraden, ein schöner enger zweiter Teil, der aber dennoch schnell zu fahren ist. Sie ist nicht leicht zu fahren, vor allem der Teil rund um das Marina Hotel in Abu Dhabi. Es fehlt dem Kurs etwas an Charme, aber schlecht ist er nicht.

Fürs Setup muss man hier wie auf vielen anderen Tielke-Strecken einen Kompromiss eingehen. Wegen der zwei langen Geraden kann man es sich nicht erlauben zu viel Topspeed zu verlieren, zumal man im engen Teil des Kurses den Gegner recht gut hinter sich halten kann. Die Reifen haben hier in den letzten Jahren eine untergeordnete Rolle gespielt, dafür ist der Verbrauch etwas höher.


Was die Sicherheit angeht, ist der Kurs ziemlich weit vorne. Es gibt zwar Passagen, bei denen die Leitplanken sehr eng an der Strecke stehen, aber hier ist man meist auch nicht sonderlich schnell unterwegs. Daher sieht man das Safety-Car auch eher selten.7


Start zum Rennen ist um 14.00 Uhr europäischer Zeit. Und wie immer sind SRF, ORF und RTL Live dabei. 

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Wir gehen aufs Eis und schauen beim Curling vorbei, wo ab nächsten Freitag die Europameisterschaften beginnen.

Gespielt wird die Ausgabe 2014 in der Schweiz, genauer gesagt in Champéry im Kanton Wallis.

Titelverteidiger bei den Herren ist die Schweiz, bei den Damen ist es Schweden (die Schweizerinnen wurde Dritte).

Den genauen Spielplan kann man hier (pdf) anschauen.

SRF2 wird die beiden Finals auf alle Fälle Live übertragen. Ob noch weitere Spiele in das Programm rutschen ist aber nicht klar,

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Bleiben wir doch gleich auf der rutschigen Unterlage und wechseln zu Eishockey.

Volle Woche. Denn es wird am Dienstag, Freitag und Samstag gespielt (Runden 21 bis 23).

Es stehen einige Spitzenspiele auf dem Programm. Am Dienstag ist dies Lugano gegen Davos, Am Freitag Zug gegen Lugano. Ebenfalls Spitzenspiele aber mit dem Verweis „Revanche“ versehen sind Bern gegen Zug und ZSC gegen Davos am Samstag.

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Zum Fussball und somit zum Ligabetrieb in der Bundesliga und der Super League nach der Nationalmannschaftspause.

Zuerst zur Super League.

Die startet am Samstag um 17.45 Uhr zur Runde 16. Runde mit der Partie zwischen Sion und dem FC Zürich. Eine Partie, die eigentlich nur einen Sieger kennen sollte. Aber Sion kann immer wieder gewissen Glanzpunkte setzen, in denen man über sich hinauswächst. Die Partie gegen Zürich könnte durchaus solche eine sein.

Um 20.00 Uhr dann die Partie zwischen 2 krisengebeutelten Clubs, GC und der FC Luzern.
Luzern kommt da unten irgendwie nicht recht weg. Und GC schreibt seine eigene Geschichte. GC hat sich mit der Rehabilitierung von Salatic keinen Gefallen gemacht. Für mich ein klares Zeichen, dass am Stuhl von Skibbe gesägt wird. Wenn die Resultate nicht stimmen ist er spätestens im Winter nicht mehr Trainer von GC.

Am Sonntag um 13.45 dann 2 Partien mit Basel gegen Aarau (der Sieger dürfte eigentlich klar sein), und St. Gallen gegen Vaduz (hier ebenso). Trotzdem sollte man Vaduz nicht unterschätzen. Auswärts bei YB gewinnen muss man zuerst auch mal schaffen.

Livespiel von SRF2 um 16.00 Uhr dann Thun gegen YB. Ein Spiel mit unklarem Ausgang.

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Noch ein kurzer Blick auf die Bundesliga (Runde 12):

Herausstechen vermag eigentlich nur 1 Partie und die ist HSV gegen Werder Bremen. Das Nordderby zwischen den Rängen #17 und #16. Not gegen Elend versprechen selten hochstehende Partien zu werden. Aber es sind Spiele bei denen die Emotionen gerne mal hochkochen und vor allem durch ihre Spannung leben.

Ansonsten wäre da noch die Partie zwischen Bayern München und der TSG Hoffenheim (#1 gegen #5). Nicht, dass jemand zweifeln würde, dass Bayern die Partie nicht gewinnt. Aber Hoffenheim steht auch nicht umsonst auf Rang 5.

Schalke vs. Wolfsburg
Gladbach vs. Frankfurt
Mainz vs. Freiburg
Hannover vs. Leverkusen
Paderborn vs. Dortmund
Köln vs. Hertha
Stuttgart vs. Augsburg.

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Das soll’s von mir gewesen sein.

Setzt Euch hin und schaut’s.

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