Wochensport 02 / 15 – Wir gehen auf Chuenisbärgli….

Einen schönen Sonntag und vor allem ein frohes neues Jahr euch allen.

Hoffe ihr seit gut gerutscht und freut euch wie ich auf ein volles Sportjahr 2015.

Die nächste Woche steht vor allem im Zeichen des Wintersports. Die letzte Station der Vierschanzentournee steht auf dem Programm. Zudem gibt’s wie immer ein bisschen Eishockey und am Ski.

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Kommen wir gleich zum Skispringen und somit wie angesprochen zum letzten Springen im Rahmen der Vierschanzentournee.

Traditionell findet das letzte Springen im österreichischem Bischofshofen statt und wird, wegen seiner Austragung am 6. Januar, auch Dreikönigsspringen genannt.

Die Qualifikation findet morgen Montag statt, der Wettkampf selber dann am Dienstag.

Wie einige bereits mitbekommen haben dürften hat Simon Ammann keine Chance mehr auf einen Sieg auf der Tournee, da er beim ersten Springen in Oberstdorf im ersten Sprung bei der Landung gestürzt war und somit eine Finalqualifikation verpasste.

Zur Zeit läuft gerade der Finaldurchgang in Innsbruck. Ich kann daher keine Angaben zum Tournee-Zwischenstand machen.

Das Dreikönigsspringen wird auf der Paul-Ausserleitner-Schanze durchgeführt. Von allen 4 Schanzen ist sie die grösste. Wie es der Name der Schanze bereits sagt ist sie nach Paul Ausserleitner benannt, der bei der Qualifikation zum Dreikönigsspringen 1952 so schwer gestürzt, dass er einige Tage später seinen Verletzungen erlegen ist.

Der sogenannte Hillsize-Punkt liegt bei 140 Meter. Das heisst, dass nach 140 Meter der Auslauf flach wird und somit ein sauberes Stehen eines Sprunges sehr schwer wird.

Auf der Schanze in Bischofshofen gelten 2 Schanzenrekorde. Den offiziellen Schanzenrekord stellte Daiki Itō am 6. Januar 2005 mit 143 Meter auf. Den inoffiziellen Schanzenrekord hält Gregor Schlierenzauer mit 145 Meter. 

Für Jene, die sich jetzt fragen warum es 2 Rekorde gibt lautet die Erklärung folgendermassen:

Gemäß FIS gelten nur dann, wenn sie im Rahmen eines Weltcupspringens oder der dazugehörigen Qualifikation erzielt werden. In der Qualifikation muss aber der Rekord vom untersten im Qualifikationsdurchgang verwendeten Gate erzielt werden. Da in der Quali am 06.01.08 nach dem 145m Sprung von Gregor Schlierenzauer die Anlauflänge verkürzt worden ist, kann dieser Sprung nicht als offizieller FIS-Schanzenrekord anerkannt werden.

Die Quali sieht man morgen Montag ab 16.00 Uhr auf ORF1. 
Das Springen vom Dienstag gibt’s dann auch auf SRF2 ab 16.20 Uhr. 

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Kommen wir zum Eishockey und somit zur heimischen Liga bzw. zum Cup.

Nächsten Dienstag und Mittwoch werden im Rahmen des Cups die Halbfinals ausgespielt. Auf der einen Seite müssen die Kloten Flyers nach Genf zu Servette. Das Spiel findet am Dienstag statt.

Bei weitem interessanter ist aber die andere Partie SCB gegen den ZSC. Bei der Auslosung wurde der ZSC als erste Mannschaft gezogen und hätte somit Heimvorteil gehabt. Da das Hallenstadion aber besetzt ist kommt es zum Abtausch und der Halbfinal findet in Bern statt. Diese Partie findet am Mittwoch statt.

Der SCB kommt gerade von 2 Niederlagen gegen Lausanne und Biel. Es steht daher in den Sternen, ob sich der SCB wird durchsetzen können. Der ZSC gewann Spiel 1 im Jahr 2015 gegen Ambri 3:1 und verlor Spiel 2 gegen Lugano auswärts nach Penaltyschiessen mit 3:2. Spannung dürfte als garantiert sein. Da bei diesem Spiel die Saisonabos der Berner gültig sind dürfte die Auslastung des Stadions sehr gut sein.

Der Halbfinal zwischen Genf und Kloten gibt’s Live auf RTS2. Spielbeginn ist um 20.15.
Halbfinal 2 gibt’s Live auf blick.ch als Stream. Spielbeginn ist um 19.45 Uhr.

Januar heisst im Schweizer Eishockey auch immer, dass es langsam aber sicher Richtung Playoffs geht.

Obenrum geht’s eigentlich nur um die Frage wer die Quali als Erster abschliessen wird. Zug, Lugano und Genf dürfen ebenfalls schon für die Playoffs planen und dabei unter sich ausmachen wer den vierten Platz erhaschen kann, mit dem man Heimvorteil geniesst. Prognose ist schwierig, tippe aber auf Lugano.

Bei weitem interessanter ist aber der Kampf am Strich. Lausanne hat zur Zeit 12 Punkte Vorsprung bei 2 Spielen mehr als das neunt-platzierte Kloten. Jenes Kloten von dem ich glaube, dass es die Playoff-Quali schaffen wird, weil sich der Simpson-Effekt noch einstellen wird. Ich halte das Team weiterhin für besser als die Tabellensituation erahnen lässt.

Ambri (und vor allem Gottéron) traue ich dies aber nicht mehr zu. Ambri schwächelt gerne mal gegen Ende der Saison. Und in Fribourg sollte man sich ebenfalls damit abfinden unter dem Strich zu bleiben. Da stimmt es im ganzen Team nicht. Man hat es in der Vergangenheit verpasst strukturelle Änderungen (Stichwort „Verjüngung“) durchzuführen. Ein Gang in die Playouts könnte dies aber forcieren (man frage mal in Bern nach, da hat man mittlerweile Erfahrung mit solchen Fragen).

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Wir kommen zum Skifahren und zum traditionellen Riesenslalom in Adelboden.

Der Riesenslalom auf dem Chuenisbärgli gilt es der Schwerste im Weltcup. Sowohl Start als auch Zielgelände sind äusserst steil.

Müsste man mal Daron Rahlves fragen:

Der Start befindet sich auf 1730 Meter über Meer. Ziel ist auf 1294 Meter über Meer.

Mit rund 35’000 Zuschauern entlang der Strecke und auf provisorischen Tribünen im Zielraum gehören die Rennen in Adelboden zu den meistbesuchten der Welt.


1955 fanden die ersten Internationalen Adelbodner Skitage statt. Seit 1967 werden die Rennen im Rahmen des Skiweltcups ausgetragen. In den Jahren 1988, 1990, 1993 und 1994 mussten die Rennen wegen Schneemangels an anderen Orten durchgeführt werden. Aufgrund von Auflagen des Weltverbandes FIS wurde 2005 eine neue Vierer-Sesselbahn auf das Chuenisbärgli gebaut. Zuvor existierte während 50 Jahren am selben Ort ein Zweier-Schlepplift.


Das Rennen findet am nächsten Samstag statt:
Lauf 1 gibt’s auf SRF2 ab 10.15 Uhr, Lauf 2 ab 13.45 Uhr. 

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Das soll’s von mir gewesen sein.

Setzt Euch hin und schaut’s.

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