Wochensport 23 / 2015 – Stirbt der Dino?

Einen schönen Sonntag Euch Allen.

Eine neue Woche steht bevor bei der vor allem die French Open im Vordergrund stehen.

Es gibt aber noch eine Menge Fussball zu bestaunen. Anfang Woche gibt’s die Rückspiele der Relegation in der Bundesliga, die Frauen-Nati beginnt das Abenteuer Weltmeisterschaft, in Berlin ist der Champions League Final und in der Schweiz wird der Cupfinal gespielt.

Und als krönenden Abschluss drehen die F1-Boliden in Kanada seine Runden.

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Fangen wir also gleich mit Fussball an und schauen zuerst nach Deutschland.

Am Montag und am Dienstag folgen die Rückspiele der Relgation von der 3. in die 2. Liga und von der 2. Liga in die 1. Liga.

Am Montag Abend tifft der KSC zu Hause auf den HSV. Der KSC der im Hinspiel über weite Strecken das bessere Team war darf für sich in Anspruch nehmen für das Rückspiel so gut wie alle Vorteile auf seiner Seite zu haben.

Das 1:1 war sogar eine leise Enttäuschung. Bevor Ilicevic in der 73. Minute den Ausgleich für den HSV schoss, müsste der KSC bereits 2:0 führen. Aber wie es im Fussball manchmal so ist, genau nach diesem doppelten Latttenknaller durch den KSC wurde der HSV besser.

Für das Rückspiel wird’s jetzt aber enorm schwierig. Wie gesagt sind jetzt quasi alle Vorteile beim KSC. Ich seh da schwarz für den HSV.

Das Spiel beginnt (aufgrund behördlicher Bestimmungen) bereits um 19.00 Uhr.

Wie bereits im Hinspiel ist die ARD Live dabei.

Am Dienstag dann die zweite Relegation, nämlich jene von der 3. Liga in die 2. Liga.

Das Hinspiel zwischen Holstein Kiel und 1860 München war eine eher müde Angelegenheit. Die Münchner Taktik war schnell durchschaut. Mit 2 kompletten Reihen hat man die Defensive komplett zugemacht, so dass für Holstein gar nie erst ein Durchkommen möglich gewesen wäre. Das Endresultat von 0:0 war somit nicht mehr als logisch.

Mit dem 0:0 dürfen die 60er sehr glücklich sein.

Anpfiff ist um 20.30 Uhr in München. Wie im Hinspiel sind NDR und der bayrische Rundfunk Live dabei.

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Zugegeben würde ich es kaum erwähnen wäre die Frauen-Nati nicht dabei. Aber am nächsten Samstag beginnt die Frauen Weltmeisterschaft in Kanada und dauert bis zum 5. Juli.

Gespielt wird in insgesamt 6 Stadien: Edmonten (Kapazität: 60’100), Moncton (10’000), Montreal (66’300), Ottawa (24’000), Vancouver (54’500) und Winnipeg (33’500).

Die Stadt Halifax war zunächst auch als Spielort im Gespräch, verzichtete aber im März 2012 aus Kostengründen auf eine Berücksichtigung als Spielort. Kanadas größte Stadt Toronto verzichtete ebenfalls auf eine Berücksichtigung als Spielort, um Terminüberschneidungen mit den Panamerikanischen Spielen 2015 zu vermeiden. Das Endspiel soll in Vancouver ausgetragen werden. Bis auf das Stadion in Moncton sind alle anderen mit Kunstrasen ausgestattet. Da die FIFA-Regularien kommerzielle Stadiennamen bei offiziellen Veranstaltungen verbieten, werden die beiden Spielstätten in Ottawa (Lansdowne Stadium statt TD Place Stadium) und Winnipeg (Winnipeg Stadium statt Investors Group Field) für den Zeitraum des Turniers umbenannt. Die sechs Austragungsorte liegen in fünf verschiedenen Zeitzonen.

Der Modus entspricht dem zuletzt bei der Weltmeisterschaft der Männer 1994 in den USA angewandten Modus. Die 24 qualifizierten Mannschaften werden auf sechs Gruppen verteilt. Gastgeber Kanada wurde vorab bereits als Gruppenkopf der Gruppe A gesetzt. Die vier Mannschaften jeder Gruppe spielen je einmal gegen jede andere Mannschaft der Gruppe. Die Gruppensieger und -zweiten sowie die vier besten Gruppendritten qualifizieren sich für das Achtelfinale, ab dem es im K.-o.-System weitergeht. Die ersten beiden Spiele jeder Gruppe finden jeweils als Doppelveranstaltung an einem Ort statt, zum dritten Gruppenspiel müssen alle Mannschaften an einen anderen Spielort reisen, wobei Gastgeber Kanada und der Gegner in Montreal die größte Distanz zurücklegen müssen. Die letzten Spiele finden für jede Gruppe parallel statt, wobei es auch hier in Edmonton, Winnipeg und Ottawa zu Doppelveranstaltungen mit Spielen anderer Gruppen kommt.
Die Schweizerinnen sind mit Japan (dem Titelverteidiger), Kamerun und Ecuador in einer Gruppe.
Eine genaue Übersicht über den Spielplan gibt es hier in diesem pdf (Achtung Lokalzeiten sind angegeben).

Ich bin im Frauenfussball nicht so bewandert um sagen zu können wie gut die Chancen des Schweizerinnen für ein Weiterkommen sind. Aber ausgehend von der offiziellen Weltrangliste dürften die Chancen nicht schlecht sein. Die Schweiz steht auf Rang 19. Japan ist auf 4. Kamerun ist auf 53 und Ecuador auf 48.

SRF macht schon seit Wochen Werbung für die WM. Ein Anzeichen, dass man die Spiele Live zeigen wird.

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Kommen wir zum Finale in der Champions League.

Nächsten Samstag um 20.45 Uhr im Olympiastadion treffen Juventus Turin und der FC Barcelona aufeinander.

Juventus, das sein erstes Endspiel seit zwölf Jahren bestreitet, will sich zum dritten Mal zum europäischen Champion krönen, während Barcelona zum fünften Mal triumphieren will – sowie zum vierten Mal im letzten Jahrzehnt.

Für beide Trainer wäre ein Triumph in Berlin das Sahnehäubchen auf eine jetzt schon beeindruckende Debütsaison: Massimiliano Allegri führte Juventus zur italienischen Meisterschaft und zum Pokalsieg, Luis Enrique gewann mit Barça in Spanien ebenfalls den Meistertitel und steht im Pokalfinale.

Für beide Teams ist es das neunte Finale in der Champions League. Juve gewann bisher 2 Mal (84/85 gegen Liverpool 1:0 und 95/96 nach Penaltyschiessen gegen Ajax). Barca gewann insgesamt 4 Finals (91/92 gegen Sampdoria 1:0, 05/06 gegen Arsenal 2:1 sowie 08/09 und 09/10 jeweils gegen Manchester United).

Juventus setzte sich 02/03 im Viertelfinale der UEFA Champions League mit insgesamt 3:2 gegen Barcelona durch. Nach einem 1:1-Remis in Turin sicherte Marcelo Zalayetas Treffer in der 114. Minute Juves Sieg im Camp Nou, nachdem Xavi die Führung durch Pavel Nedvěd ausgeglichen hatte.

Luis Enrique agierte in diesen beiden Partien neben Xavi und war Barcelonas Spielführer im Rückspiel. Buffon stand bei Juventus damals schon im Tor.

Barcelona beendete die angestrebte Titelverteidigung von Juventus im Viertelfinale des Pokals der europäischen Meistervereine 85/86. Vor einem 1:1-Remis in Turin, in dem Michel Platini für die Bianconeri traf, gewannen die Katalanen ihr Heimspiel mit 1:0.

Fünf Jahre später triumphierte Barcelona im Halbfinale des Pokals der Pokalsieger 90/91. Nach einem 3:1-Heimsieg folgte eine 0:1-Niederlage in Italien.

Schiedsrichter wird Cüneyt Çakır aus der Türkei sein.

Live dabei sein kann man auf SRF2, ITV, ZDF und RTS Deux,

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In die Schweiz und somit zum Cup-Final vom nächsten Sonntag.

Um 14.00 treffen im Joggeli zu Basel der FC Basel und der FC Sion aufeinander.

Der Meister mit Heimvorteil gegen das 100%-Team aus dem Wallis.

Sion schlug im Halbfinale den FC Zürich auswärts mit 1:0. Basel gewann bei St. Gallen mit 3:1.

Von allen 12 Teilnahmen an einem Final gewann der FC Sion das Spiel. Der FCB hingegen steht jetzt zum vierten Mal hintereinander im Final. Gewann dabei nur 1 Mal (gegen Luzern nach Penaltyschiessen 2012; Gesamt: 19 Teilnahmen, 11 Siege).

Den Final Sion gegen Basel gab es in der Vergangenheit erst 1 Mal (1982).

Gesicht des Spiels sollte der selbe Mann werden wie beim Final 1980 zwischen Sion und YB: Balet. Sowohl im Final 1980 wie auch im Final 1982 schoss er das entscheidende Tor. Er boxte sich im wahrsten Sinne des Wortes im Strafraum durch um per Kopf in der 21. Minute das einzige Tor des Spiels zu erzielen. Beat Sutter protestierte bei Schiedsrichter Macheret energisch, stiess aber auf taube Ohren.

1982 wurde auch mit 47’000 ein neuer Zuschauerrekord aufgestellt.

Das Spiel gibt’s Live auf SRF2.

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Nach so viel Fussball kommen wir zur Formel 1 und zum Grand Prix von Kanada.

Die Rennstrecke bei Montreal ist immer wieder für ein fantastisches Rennen gut. Sei es weil plötzlich anfängt zu regnen, oder weil nach einem Unfall das Safety-Car raus muss und somit die Taktik der Teams völlig über den Haufen geworfen wird.

Die Strecke ist eine typische „stopp-and-go“-Strecke. Schnelle Kuven gibt es nicht.  Es gibt nur Gerade, 90 Grad, Gerade usw.

Das wiederum heisst, dass Bremen und Motor in diesem Rennen einer extrem hohen Belastung ausgesetzt sind, da die Bremsen regelmässig den Wagen von 300 Km/h runter bremsen müssen und der Motor nachher den selbigen wieder auf 300 hoch beschleunigen muss. Das wiederum heisst, dass der Spritverbrauch hoch ist. Die Teams müssen gut kalkulieren, sonst kann es am Ende eng werden.

Startzeit ist um 20.00 Uhr MESZ. Wie immer dabei sind SRF2, ORF1 und RTL.

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Und wir machen noch kurz einen Schwenker nach Paris zu den French Open.

Federer und Wawrinka spielen noch heute Sonntag Nachmittag (allerdings später als angenommen, da es heute in Paris das eine oder andere Mal geregnet hat).

Federer hat es dabei mit dem Franzosen Gael Monfils zu tun. Wawrinka spielt gegen Gilles Simon ebenfalls aus Frankreich. Gewinnen die beiden Schweizer ihr Spiel treffen Sie im Viertelfinal direkt aufeinander.

Bereits in Woche 2 befindet sich Timea Bacsinszky. Sie schlug gestern Samstag Madison Keys glatt in 2 Sätzen und trifft nun auf Petra Kvitova, die Nummer 4 der Welt.

TV-technisch bleibt alles beim alten: SRF2 zeigt die Spiele mit Schweizer Beteiligung. Eurosport ist durchgehend auf Sendung.

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Das soll’s von mir gewesen sein.

Setzt Euch hin und schaut’s.

Wochensport 22 / 2015 – Fussball hier, und Fussball da!

Einen schönen Pfingstmontag Euch allen.

Der Wochensport folgt erst heute, nehme aber die Super League von heute Nachmittag noch mit rein. Die letzte Runde gibt’s dann am nächsten Wochenende.

Das soll’s aber mit Fussball noch lange nicht gewesen sein. In Deutschland folgen die Relegationsspiele bevor am nächsten Samstag die Saison mit dem Pokal-Finale abgeschlossen wird. Auch in England wird am nächsten Samstag das Finale ausgespielt.

Und selbstverständlich das Finale der Europe League steht auch noch auf dem Programm.

Daneben gibt’s natürlich die volle Ladung Tennis aus Paris.

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Starten wir also mit dem Fussball und somit der Super League.

Hier wird am heutigen Montag die 35. von 36 Runden gespielt. Und auch in der Schweiz ist es üblich, dass in den letzten beiden Runden die Spiele alle zur selben Zeit angepfiffen werden.

Heute wird dies um 16.00 Uhr der Fall sein.

Vaduz vs. GC
Kapitales Spiel für Vaduz. Mit einem Sieg über GC ist man seine Abstiegssorgen endgültig los und könnte Aarau somit eine Liga tiefer schicken. Bei GC hoffe ich drauf, dass sie eine grottige Saison noch irgendwie retten wollen. Nur Rang 8 ist auch für ein GC in dieser Verfassung ein viel zu schlechtes Abschneiden. Man liegt derzeit nur 4 Punkte hinter Rang 5.

St. Gallen vs. Aarau
Kapitales Spiel für Aarau. Gewinnt man und Vaduz verliert gleichzeitig gegen GC kommt’s am Wochenende zum Showdown. Aber auch in der Gallusstadt muss man zuerst gewinnen, auch wenn St. Gallen in den letzten paar Wochen alles andere als eine gute Figur gemacht hat. Es geht nicht anders: Aarau muss gewinnen sonst ist der Zug weg.

Aus Aarauer-Sicht sollte am liebsten die ganze Sache in etwa so laufen:

Luzern vs FCZ (Live SRF2, 16.00 Uhr)
Sollte Luzern die Partie gewinnen, kann man den FCZ in der Tabelle überholen und auf Rang 4 rutschen. Eine Partie bei der es also durchaus noch um was geht. Ich neige den Luzernen in diesem Spiel die Favoritenrolle zu erteilen, da sie über die letzten Wochen gesehen, die bessere Figur machen als Meier’s FCZ (wie lange hält der sich noch?)

Sion vs. YB
Sion nimmt zur Zeit jedes Spiel als Vorbereitung für den Cup-Final. In der Liga ist man zur Zeit auf Rang 7 mit Tuchfühlung bis auf Rang 4 (theoretisch). Luzern und St. Gallen sind nur 2 Punkte in Front. Und 2 Punkte dahinter folgt auch schon GC.

Thun vs. Basel
Thun könnte eine eh schon sensationelle Saison mit einem Sieg gegen Basel krönen. Für beide Teams geht’s um eh nix mehr.

Die 36. und letzte Runde dann am nächsten Freitag um 20.30 Uhr (man möchte offenbar nicht in Konkurrenz zum FC-Cup- und zum DFB-Pokal-Finale stehen).

Basel vs. St Gallen (Live, SRF2)
FCZ vs. GC
YB vs. Vaduz
Luzern vs. Sion
Aarau vs. Thun

Die ganz Hartgesottenen können sich ab 20.00 Uhr auf SRF2 die (wieder-)Wahl von Sepp „ich-bin-nicht-korrupt-sondern-Wohltäter“ Blatter mitverfolgen.

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Schauen wir nach Deutschland und kommen zu den Relegationsspielen und dem Pokal-Finale.

Der Reigen an Relegationsspielen beginnt am Donnerstag mit dem Heimspiel des HSV gegen den KSC (20.30 Uhr)

Dass der HSV nicht direkt abgestiegen ist darf man getrost als kleineres Wunder betrachten. Gut, sie hatten Glück in der letzten Runde auf ein Schalke zu treffen, das im Selbstzerstörungsmodus läuft (Di Matteo ist mittlerweile nicht mehr Trainer).

Der KSC darf um die Bundesliga spielen weil sie die 60er zu Hause geschlagen haben und Kaiserslautern zeitgleich gegen Ingolstadt nur Unentschieden gespielt hat (der Ingolstädter Ausgleich kam erst 9 Minuten vor Schluss).

Ich seh’s ja irgendwie kommen: der HSV rettet wieder mal auf mirakulöse Art und Weise seinen Arsch, und darf dann wieder eine grottensaison hinlegen. Dass der KSC zuerst auswärts antreten darf sehe ich durchaus als kleinen Vorteil. Sie können auf abwarten spielen und den HSV das Spielgeschehen überlassen. Wenn man mit nur 1 Tor verliert, oder noch besser unentschieden spielt, stehen dem KSC im Rückspiel nächste Woche alle Türe und Tore offen.

Das Spiel wird von der ARD Live übertragen.

Einen Tag später dann die Relegation um dem Aufstieg in die 2. Bundesliga zwischen Holstein Kiel und 1860 München.

Für allen Jene, die sich jetzt nicht unbedingt mit der 3. Liga befassen und den Namen Holstein Kiel hören denken vermutlich an die nette Fussballübertragung hier:

(Ein gerechtes Unentschieden wie ich finde)

Die 60er haben eine gnadenlose schlechte Saison hinter sich (SZ, 2 Seiten), die man eigentlich konsequenterweise mit der 3 Liga bestrafen müsste. Es verhält sich ziemlich ähnlich wie beim HSV. Dass die Mannschaft so schlecht spielt (oder überhaupt nicht), hängt in erster Linie mit dem Management zusammen, das über die letzten Jahre so viele Böcke geschossen hat, das solches Missmanagement irgendwann bestraft werden muss.

Holstein Kiel beendete seine 3- Liga-Saison auf Rang 3, 2 Punkte vor den Stuttgarter Kickers und hinter Arminia Bielefeld und dem MSV Duisburg.

Wie gesagt findet das Spiel am Freitag um 20.30 Uhr statt. Kiel zuerst mit Heimrecht. Live gibt’s das Spiel beim Norddeutschen Rundfunk (NDR).

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Am nächsten Mittwoch steigt das Finale der Europe League.

Der Titelverteidiger FC Sevilla bekommt es mit dem FC Dnipro Dnipropetrovsk zu tun (ein Teamname, den ich bis heute nicht aussprechen kann).

Austragungsort ist das Stadion Narodowy in Warschau:

Für die beiden Teams ist es das erste Aufeinandertreffen. Dnipro spielte sogar erst ein einziges Mal gegen eine spanische Mannschaft.

Sevilla hingegen ist in vier Spielen gegen Teams aus der Ukraine noch ungeschlagen – einem Unentschieden folgten drei Siege. Der wichtigste davon war sicher der 5:4-Erfolg nach Hin- und Rückspiel gegen den FC Shakhtar Donetsk im Achtelfinale des UEFA-Pokals 2006/07, als man wenig später auch den Titel holte.

Für Dnipro ist es das erste Europapokalfinale; der bisher größte internationale Erfolg war der Einzug ins Viertelfinale im Pokal der europäischen Meistervereine in den Spielzeiten 1984/85 und 1989/90 als sowjetischer Meister.

Sevilla stand in diesem Wettbewerb dreimal im Finale und gewann alle drei Spiele: in Eindhoven (gegen Middesbrough FC, 2006), Glasgow (gegen RCD Espanyol, 2007) und Turin (gegen SL Benfica, 2014), weniger gut lief es dann jeweils im UEFA-Superpokal (1 Sieg, 2 Niederlagen).

Sevilla ist seit neun Spielen in diesem Wettbewerb ungeschlagen, die letzte und einzige Niederlage gab es in der Gruppenphase bei Feyenoord (0:2).

Spielbeginn ist um 20.45 Uhr. LIVE dabei sind ORF1, Kabel1 und ITV4.

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Zum den Cupfinals in Deutschland und England.

Beginnen wir mit dem Spiel, das als Erstes angepfiffen wird: Arsenal gegen Aston Villa (Spielbeginn um 18.30 Uhr).

Gemessen an der Liga trifft die #3 auf die #17. Arsenal geht also eigentlich als klarer Favorit in das Spiel. Aber wie es im Cup manchmal so ist, er schreibt seine eigenen Gesetze.

Villa hat im Halbfinale immerhin Liverpool mit 2:1 aus dem Bewerb rausgekegelt.
Trotzdem ist es um die Form von Villa nicht gerade gut bestellt. Die letzten 2 Spiele hat man gegen Southampton (1:6) und Burnley (0:1) verloren.

Die Buchmacher sehen die Favoritenrolle ebenfalls klar verteilt. Für einen Sieg von Arsenal gibt’s 4/7 und bei einem Villa Sieg gibt das fünffache zurück.

Auch hierzulande kann man das Spiel Live sehen. Ich empfehle zwar das Pub des Vertrauens, aber zu Hause geht’s auch: BBC1 und Eurosport sind Live dabei.

Zum DFB-Finale am nächsten Samstag:

Das letzte Dortmunder Pflichtspiel des Jahres ist nicht nur aufgrund des Stellenwertes eines Finalspiels ein ganz besonderes, die Partie ist  gleichzeitig  das  Abschiedsspiel  von  drei  verdienten Borussen: Jürgen Klopp, Sebastian Kehl und Ilkay Gündogan würden sich ihren Abschied sicherlich gern mit dem Titelgewinn versüßen. 

Jürgen  Klopp, der Borussia Dortmund im Sommer nach sieben Jahren verlässt, könnte im Falle eines Pokalsieges seinen sechsten Titel mit dem BVB holen – kein anderer Trainer der Schwarz-Gelben
schaffte das (gewertet  werden  nur  Titel  seit  Einführung der Bundesliga 1963). Aktuell teilt sich Jürgen Klopp, der mit Dortmund die  Meisterschaften 2011 und 2012, den Pokalsieg 2012 und die
Supercuptitel 2013 und 2014 holte, Rang eins mit Ottmar Hitzfeld, der ebenfalls fünf Titel mit dem BVB gewann.

Dortmund und Wolfsburg treffen nur 14 Tage nach dem Duell in der Bundesliga (1:2) erneut aufeinander, es liegen nur etwas mehr als 300 Stunden zwischen den beiden Partien. Die Borussen werden sich ungern an die Partie am 33. Spieltag erinnern. Das Spiel in der Volkswagen Arena lief von der ersten Minute an gegen die Schwarz-Gelben: Gegentor in der ersten Minute, kurz vor der Halbzeit wurde ein klarer Strafstoß verwehrt, das 1:2 kurz nach der Pause war aufgrund einer Abseitsstellung irregulär. Davon abgesehen war es bis zum Abpfiff ein rasantes, spannendes und hochklassiges Match auf Augenhöhe. Allerdings gab es in der zweiten Halbzeit keine Großchance mehr, in der ersten Halbzeit waren es noch sechs! Es war die erste Niederlage für die Borussia seit Bekanntgabe der Trennung von Jürgen Klopp.

Der VfL Wolfsburg hingegen könnte für ein Novum im deutschen Fußball sorgen und als erster Klub im deutschen Profifußball den DFB-Pokal „doppelt“  gewinnen.  Am 1. Mai triumphierte die
Damenmannschaft der Wölfe im Kölner RheinEnergieStadion  im Pokalendspiel mit 3:0 gegen Turbine Potsdam.

Der VfL Wolfsburg gewann die letzten vier Spiele im DFB-Pokal und ließ  dabei nur ein Gegentor zu, in der ersten Runde benötigten die Wölfe bei Zweitliga-Aufsteiger Darmstadt noch das Elfmeterschießen fürs  Weiterkommen  –  fünf Siege im Pokal in Folge schafften die Niedersachsen noch nie! Die letzte Niederlage im DFB-Pokal gab es am 15. April des Vorjahres, als im Halbfinale der Dortmunder Signal-Iduna Park die Endstation  war  –  Marco Reus bereitete beim 2:0-
Erfolg die beiden BVB-Tore durch Lewandowski und Mkhitaryan vor.

Spielbeginn ist um 20.00 Uhr. Die ARD ist Live dabei.

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Zum letzten Punkt: und zwar zu den French Open.

Bezüglich der Setzliste gibt es keine Überraschungen Djokovic vor Federer, Murray, Berdych, Nishikori, Nadal, Ferrer, Wawrinka, Cilic und Dimitrov. Die Nummer 6 der Welt, Milos Raonic, fehlt verletzungsbedingt. Er musste sich vor-vorletzte Woche am Fuss operieren lassen und ist für Roland Garros nicht rechtzeitig fit geworden.

Grosser Favorit dürfte in diesem Jahr nicht Rafael Nadal sein. Das liegt einerseits daran, dass er immer noch auf der Suche nach seiner Form ist.
Andererseits ist er auf der Setzliste „nur“ Nummer 6. Entsprechend früh kann er auf die Grossen treffen. So könnte er im Viertelfinal auf Djokovic treffen und in einem allfälligen Halbfinal auf Andy Murray.

Federer und Stan könnten im Viertelfinale aufeinander treffen. Eine Runde später dürften dann Thomas Berdych oder Kei Nishikori warten.

SRF2 ist wie gewohnt bei Schweizer Beteiligung dabei. Wer auf die volle Dröhnung steht versucht’s bei Eurosport.

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Das soll’s von mir gewesen sein.

Setzt Euch hin und schaut’s.

Wochensport 21 / 2015 – Abstiegsdrama

Einen schönen Sonntag Euch allen.

Eine volle Woche steht vor der Türe. Vor allem das Wochenende ist voll bepackt. In der Bundesliga wird das Abstiegs-Finale ausgespielt, in Monte Carlo dreht die Formel 1 seine Kurven und nur knapp 690 Kilometer nördlich beginnen die French Open.

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Ich beginne gleich kurz mit dem Eishockey und dem Final der Weltmeisterschaft, das heute Abend stattfindet.

Um 20.45 Uhr kommt es zum Wunschfinal zwischen Canada und Russland. Beide Teams haben sich im Halbfinal keine Blösse gegeben (schon gar nicht die Russen gegen die USA).

Crosby gegen Ovechkin. Na wenn das keine Spannung verspricht.

SRF2 ist ab 20.00 Uhr auf Sendung.

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Kommen wir zum Fussball und gehen gleich nach Deutschland wo sich die ganze Spannung am nächsten Wochenende kulminiert.

Der gestrige Samstag war schon nicht ganz ohne Spannung. Die Stuttgarter haben den HSV in allen Belangen dominiert und verdient gewonnen. Die Bayern greifen insofern in das Abstiegsdrama mit ein, als dass sie in Freiburg mit 1:2 verlieren und Ihnen nun den Makel der Wettbewerbsverzerrung angeheftet wird (was ich zwar irgendwie nachvollziehen kann, ich aber nicht glaube).

Schauen wir also auf den 34. und letzten Spieltag der Bundesliga (wie üblich alle Spiele am Samstag um 15.30 Uhr):

Schauen wir zuerst die Tabelle an:

bundesliga.de

HSV vs. Schalke
Bei beiden Teams ist ordentlich Feuer unter dem Dach. Beim HSV ist das logisch. Bei Schalke schon weniger. Sie haben zwar das Minimalziel erreicht (europäischer Platz), aber das Publikum ist zur Zeit äusserst unzufrieden. Vor allem der sportliche Vorstand um Tönnis und Heldt steht stark in der Kritik weil man ein Team ohne Charakter zusammengestellt hat und mit Jens Keller ein Trainer entlassen hat, der die beste Rückrunde in der Schalker Geschichte hingelegt hat. Es ist vor allem Tönnis der unter verstärktem Fokus liegt. Ihm wird nachgesagt, dass er als Präsident des Aufsichtsrats (zu) stark in das operative Geschäft eingreift. Dass die Mannschaft unter solchen Bedingungen nicht ruhig arbeiten kann erscheint hier nur logisch. Auch der Trainer Di Matteo hat sich in ähnlicher Weise gestern Abend gegenüber dem Aktuellen Sportstudio des ZDF geäussert. In Gelsenkirchen dürfte man froh sein wenn die Saison vorbei ist.
Der HSV? Kann sich in meinen Augen kaum noch retten. Ich sehe nicht wie diese Mannschaft den Abstieg noch verhindern will. Zu blutleer, zu wenig zug nach vorne, ohne Inspiration. Summa Summarum ist dieser Abstieg längst fällig. Da wurde vor allem auf Management-Seite zu viel verbockt.

Paderborn vs. Stuttgart
DAS Abstiegsduell. Der Sieger der Partie wird dem direkten Abstieg entrinnen können. Favorit? Gibt’s nicht. Stuttgart hat in seinem Spiel gegen den HSV viel Moral gezeigt als man sich von einem Rückstand nicht beirren lies. Paderborn hat gegen Schalke wohl seine beste Saisonleistung gezeigt. Wäre man  (vor allem in der ersten Hälfte) ein bisschen klüger und effizienter vor dem Tor gewesen, man hätte Schalke an die Wand gespielt und klar gewonnen. Aber wie es so ist, man kassiert kurz vor Schluss das Gegentor (und dann noch ein Eigentor) und verliert das Spiel. Paderborn reist aber erhobenen Hauptes nach Hause mit dem Wissen Stuttgart schlagen zu können. Wenn’s also irgendwo spannend wird, dann hier.

Frankfurt vs. Leverkusen
Ein Spiel bei dem es um nichts mehr geht. Leverkusen hat seinen Platz für die CL-Qualifikation auf sicher. Und die Eintracht ist im Mittelfeld, der weder nach oben noch nach unten nichts mehr passieren kann.

Köln vs. Wolfsburg
Für Köln gilt das Gleiche wie für Frankfurt. Saison ist eigentlich vorbei. Aber etwas Einfluss geltend machen kann man schon. Vor allem Mönchengladbach hofft auf einen Ausrutscher von Wolfsburg. Und Köln möchte mit einem positiven Ergebnis die Saison beenden, da auch in Köln das Publikum als sehr schnell unzufrieden gilt.

Bayern vs. Mainz
Für Bayern gilt’s eigentlich nur die 90 Minuten zu überstehen bevor es endlich zur Übergabe des Meisterpokals kommt (und zur obligaten Bierdusche für den Trainer). Sonst gilt für diese Partie aber das Selbe wie bei Frankfurt gegen Leverkusen.

Gladbach vs. Augsburg
Es treffen wohl DIE Überraschungen der Saison aufeinander. Dass man in Gladbach Fussball spielen kann (und vor allem sehr schönen) ist keine neue Erkenntnis. Die beste Rückrundenmannschaft krönt seine tolle Saison mit dem Einzug in die Champions League. Es geht einzig und allein noch darum auf welchem Platz man die Saison beendet (siehe oben Köln vs. Wolfsburg).
Augsburg, der Aufsteiger, hat eine grossartige Saison hinter sich. Mit dem Abstieg hatte man nie was zu tun. Im Gegenteil, man spielt immer noch um die europäischen Plätze mit. Aber dafür braucht es eine top Leistung und andererseits die Mithilfe von Werder Bremen. Falls man also verliert und der BVB sollte gleichzeitig gewinnen war’s das mit Europa. Aber auch wenn das nicht klappen sollte, darf man sich in Augsburg ruhig auf die Schulter klopfen.

Hoffenheim vs. Hertha
Für Hoffenheim geht’s um nix mehr. Im Gegenteil ist man eher froh, dass die Saison endlich zu Ende geht. Mit dem Anspruch die europäischen Plätze zu erreichen ist man in die Saison gestartet. Aber wie es mal so ist zwischen Anspruch und Realität war man im Endeffekt zu schwach um vorne mitreden zu können.
Die Hertha hingegen hat noch Arbeit vor sich. Denn die können sich am Ende des Spieltages plötzlich auf einem Relegationsplatz wieder finden. Direkt absteigen ist nicht möglich, da der HSV für diesen Fall 12 Tore aufholen müsste. Gewinnt man aber bei Hoffenheim 1 Punkt dürfte man durch sein.

Dortmund vs. Bremen
Für Bremen lief ein grosser Teil der Saison ja überhaupt nicht so wie man es sich vorgestellt hatte. Relativ lange dümpelte man in der Tabelle unten rum, ehe man endlich den Knopf gelöst hat. Gut, was will man dann über den BVB schreiben? Ende Hinrunde war man letzter weil man den Tritt einfach nie gefunden hat. Eigentlich gut gespielt, aber trotzdem immer verloren. Das war vielleicht mit ein Grund warum Klopp von sich aus die Handbremse zog und seinen Rücktritt von seinem Vertrag verkündete. Umso erstaunlich ist es aber wie die Mannschaft in der Rückrunde aufgeholt hat. Und man hat sogar die Chance auf die EL-Quali. Aber das nur, wenn Augsburg in Gladbach verliert. Bremen kann dieses Ziel zwar nicht erreichen (12 Tore unterschied auf Augsburg) aber wie alle möchte man das letztte Heimspiel der Saison gerne gewinnen.

Hannover vs. Freiburg
DAS Spiel Nummer 2 an diesem Spieltag. Der Sieger hat mit dem Abstieg nix mehr zu tun. Der Verlierer findet sich je nach Konstellation in Liga 2 wieder. Wenn Stuttgart und der HSV ihre Partien gewinnen sollten ist der Verlierer dieser Partie weg vom Fenster. Da sich Paderborn und Stuttgart die Punkte gegenseitig wegnehmen und der HSV sein Spiel verliert (meine Spekulation) dürfte den beiden Teams ein Unentschieden reichen.

Wer die Konferenz sehen will geht am besten in das Pub seines Vertrauens und er schaut sich nach einem Stream im Internet um (von denen es genügend gibt).

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Ein Blick auf die Super League:

Es findet eine quasi-englische-Woche statt. Gespielt wird am Mittwoch und am Donnerstag (Runde 34). Runde 35 dann am Pfingsmontag (alle Spiele um 16.00 Uhr)

GC vs. Sion (Mittwoch, 19.45 Uhr)
Geht zwar um nichts mehr, aber vor allem GC dürfte froh sein wenn die Saison langsam aber sicher zu Ende geht. Sion dürfte seine Super League Einsätze vermutlich vor allem als Vorbereitung auf den Cupfinal anschauen.

St. Gallen vs. Thun (zeitgleich)
Dito wie oben. Für Thun wird es aber noch darum gehen ihren dritten Platz gegenüber dem FC Zürich zu halten. Dafür dürfte 1 Punkt reichen, aber mit 3 Punkten ist man im trockenen.

Aarau vs. Basel (Mittwoch, 20.30 Uhr, Live SRF2)
Ich leg mich fest, Aarau geht nach unten. Und Basel darf auf dem Brügglifeld (erneut) seinen definitiven Meistertitel feiern (sofern sie heute Nachmittag gegen YB gewinnen sollten).
Kommt einem das bekannt vor? Mir ergraut es jetzt schon vor dieser Feststellung. Und wieder ist es ein Livespiel von SRF2.

YB vs. Luzern (Donnerstag, 19.45 Uhr)
Spätestens heute kann YB seinen zweiten Platz zementieren. Dafür dürfte wohl ein Punkt reichen (aber man möchte ja sicher gehen). Aber aufgepasst es kommt der FCL. Eine Mannschaft, die es geschafft hat im Joggeli zu gewinnen. Babbel wurde für die Leistungen in der Rückrunde mit einer Vertragsverlängerung belohnt. Bei YB weiss man inzwischen, dass man auf dem richtigen Weg ist um Basel nächste Saison endgültig angreifen zu können. Das Kader steht mehr oder weniger. Einzelne punktuelle Verstärkungen wird es aber sicherlich gebrauchen. Es gibt einen einen (fähigen) Trainer, der in Ruhe arbeiten kann, ohne dass ihm einer vom Management (und nein ich rede nicht von Bickel) dazwischen quatscht. Die Voraussetzungen sind also gegeben.

FCZ vs Vaduz (Donnerstag, 19.45 Uhr)
Die Partie ist nicht ganz ohne Brisanz. Der FCZ braucht die 3 Punkte um sich St.Gallen vom Leib zu halten. Vaduz braucht die 3 Punkte um dem Abstieg definitiv zu entgehen. Auch wenn 3 Aarauer Punkte gegen Basel Wunschdenken sind. Auf Aarauer Seite erhofft man sich natürlich 3 Punkte für den FCZ.

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Wir gehen ganz in den Süden von Frankreich, nach Monte Carlo:

Meine Lieblingsstrecke. Auch wenn die Strecke keine Überholmanöver zulässt, und man sich daher voll auf das Qualifiying konzentrieren muss, geht während dem Rennen doch immer irgendwas. Sei es weil man bei Sainte Dévote zu schnell ist und in die (sehr kleine) Auslaufzone muss oder man bei der Loewskurve nicht aufpasst und man auf der Innenseite überholt wird.

Es ist das Kronjuwel einer Formel Eins Saison. Ein Sieg in Monaco zählt fast so viel, wie der Gewinn der Weltmeisterschaft. Der sehr enge Stadtkurs hat seit Jahrzehnten das gleiche Layout, auch wenn es in den letzten Jahren ein paar kleine Änderungen gegeben hat. Vor allem hat man die Auslaufzone nach dem, von Jahr zu Jahr länger werdenden Tunnel, immer wieder etwas erweitert. Ansonsten ist Monaco in Sachen Sicherheit eine Katastrophe. In den letzten Jahren hat es neben der Tunnelschikane, vor allem in der sehr schnellen Tabac-Kurve immer wieder haarsträubende Abflüge gegeben.

Überholen kann man in Monaco vergessen. Selbst wenn man 2 Sekunden pro Runde schneller sein kann, ist ein Überholmanöver immer großen Risiken verbunden, also lässt man es meistens lieber. Mit der Brechstange geht es in der Loews-Kurve, mit ein wenig Glück am Ende des Tunnels. Daher gilt in Monaco für die Teams, dass man alles an Flügeln auf die Wagen schraubt, was in der Garage so rum liegt. In Sachen Verbrauch müssen sich die Teams keine Sorgen machen, der ist in Monaco sehr niedrig.

Die Chance, dass das Safety-Car raus kommt ist bei keinem Rennen so hoch, wie in Monaco. Es reicht schon ein liegen gebliebenes Fahrzeug und das Rennen muss unterbrochen werden. Auch wenn die Streckenposten meist zu den Besten gehören, die man finden kann.

Die Strategie ist in Monaco extrem wichtig. Wer in der Qualifikation weit hinten steht, wird es entweder mit einem sehr frühen oder sehr späten Boxenstopp versuchen. Der frühe hat den Vorteil, dass man lange mehr oder weniger ungestört auf der Strecke unterwegs sein kann und so Zeit gut macht. Der Späte, dass man eventuell weit nach vorne gespült wird.

SRF2 ist wie immer Live dabei. Rennstart ist um 14.00 Uhr.

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Letzter Punkt für heute sind die beginnenden French Open am nächsten Sonntag.

2015 steht die Ausgabe Nummer 114 auf dem Programm. Den Mann, den es zu schlagen gilt heisst Novak Djokovic. Auf Nadal sollte man (vor allem bei den French Open) immer ein Auge drauf habem. Aber in diesem Jahr muss man hinter Nadal ein riesengrosses Fragezeichen stellen. Denn der sucht auf Sand noch immer nach der Form.

Setzliste und Spielplan des ersten Tages sind noch nicht veröffentlicht. Ich werde dann im Beitrag vom nächsten Sonntag genauer auf die French Open eingehen.

SRF2 wird wohl vor allem die Spiele von Roger Federer live übertragen. Ob auch die Spiele von Stan Wawrinka übertragen werden, kann ich zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht sagen.

Wer auf alle Fälle dauernd Tennis zeigen wird ist Eurosport.

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Das soll’s von mir gewesen sein.

Setzt Euch hin und schaut’s.

Wochensport 20 / 2015 – Ice Ice Baby

Einen schönen Sonntag Euch Allen.

Nach zweiwöchiger Pause kommt wieder ein neuer Wochensport daher.

Im Vordergrund von nächster Woche steht die Eishockey-WM in Prag, die am nächsten Sonntag mit dem Final endet.

Nächste Woche beginnt auch der Giro d’Italia. Daneben gibt’s noch viel Fussball mit den Rückspielen in der Champions League und dem Ligabetrieb am Wochenende.

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Beginnen wir aber mit der WM im tschechischen Prag.

Die ersten 4 Spiele der Schweiz gegen allesamt vermeintliche Kleine kann man am besten mit einem „solala“ beschreiben.  Man kann das Spiel gegen Österreich noch als Ausrutscher bezeichnen. Aber vor allem im Spiel gegen Lettland hat sich gezeigt, dass man vor dem Tor zu wenig kaltblütig ist. Trotz Chancenplus hat man gerade nur 1 Tor schiessen können. Und jetzt kommen noch die grossen Kanada und Tschechien.

Die Qualifikation für die Viertelfinals sollte aber dennoch zu erreichen sein.

Gegen Kanada geht’s gleich heute Abend um 20.15 Uhr. Das Spiel gegen Tschechien ist am Dienstag Abend ebenfalls um 20.15 Uhr. Wie immer werden die Spiele der Schweiz auf SRF2 Live gezeigt.

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Wechseln wir zum Fussball und zuerst zur Champions League.

Es beginnt am Dienstag Abend mit dem Spiel der Bayern gegen Barcelona.

Es zweifelt niemand daran, dass am Dienstag Abend gegen 22.30 Uhr das Abenteuer Champions League (mit Final in Berlin) für die Bayern zu Ende sein wird. Man hat sich im Hinspiel zwar 75 Minuten lang ganz wacker geschlagen nur um sich dann innerhalb von knapp 15 Minuten abschiessen zu lassen. Auch wenn die Bayern zu Hause spielen, ein 0:3 gegen Barcelona aufholen? Wohl weniger. Zumal man die Hauptprobe zu Hause gegen Augsburg gestern Samstag vergeigt hat (0:1 Niederlage).

Aber die Geschichte könnte mich eines Besseren belehren. Es ist noch gar nicht so lange her (Saison 12/13) als man den Halbfinale gleich mit 4:0 gewann (2 Mal Müller, Gomez, Robben).
Im Rahmen des Europapokals gewannen die Bayern von 7 Halbfinals gegen spanische Mannschaften deren 5. München hat zudem im laufenden Wettbewerb alle Heimspiele gewonnen.

Das zweite Halbfinale vom Mittwoch Abend ist Real Madrid gegen die alte Tante Juve.

Juve fährt mit einem 2:1 Heimsieg grossen Mutes nach Madrid. Die beiden Teams standen sich bereits in der Gruppenphase in der letzten Saison gegenüber. Real gewann dabei sein Heimspiel mit 2:1, in Turin trennte man sich 2:2.

Die beiden Teams standen sich bereits 17 Mal gegenüber, immer im Europapokal. Dabei war der Heimvorteil meistens entscheidend: Real verbuchte zu Hause fünf Siege und zwei Niederlagen, doch alle Siege waren nur mit einem Tor Unterschied. Diese 17 Begegnungen beinhalten auch das Finale 1998 sowie das Wiederholungsspiel im Viertelfinale des Europapokals 1961/62 in Paris, das Madrid mit 3:1 gewann. Ihr Aufeinandertreffen im Viertelfinale in der Saison 61/62 war übrigens ihr erstes Spiel gegeneinander. Die Auswärtsmannschaft gewann jeweils mit 1:0 und so kam es zu einem Wiederholungsspiel, das Madrid dann gewann.

Die Königlichen haben zudem von ihren 29 Heimspielen gegen Teams aus Italien 21 gewonnen, dazu gab es zwei Unentschieden.

Beide Spiele werden von SRF Live gezeigt. Bayern gegen Barca kommt auf SRFInfo, Real gegen Juve auf SRF2.

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Kommen wir zum Radsport und somit zum Giro d’Italia.

Das zweitwichtigste Radrennen im Kalender hat bereits gestern begonnen und dauert bis zum 31. Mai. Während 21 Etappen wird eine Gesamtdistanz von 3481,8 Kilometer absolviert.

Der Spanier Alberto Contador ist der Topfavorit um den Gesamtsieg. Seine größten Konkurrenten sind der Zweite und Dritte des letzen Jahres, Rigoberto Uran und Fabio Aru, dazu kommt noch Richie Porte. Vorjahressieger Nairo Quintana und Vincenzo Nibali, der letztjährige Gewinner der Tour de France, verzichten auf einen Start.
Der Neusseeländer George Bennett wurde von seinem Team Lotto NL-Jumbo entsprechend den Regeln des Mouvement Pour un Cyclisme Crédible freiwillig vom Start zurückgezogen, nachdem eine vor der ersten Etappe durch die Union Cycliste Internationale vorgenommene Gesundheitskontrolle einen zu niedrigen Kortisonspiegel aufwies, was ein Hinweis für eine Krankheit, aber auch auf die Einnahme von Kortison als Dopingmittel sein kann

Eurosport ist während der ganzen Zeit Live auf Sendung.

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Kehren wir wieder zurück zum Fussball und somit zum Ligabetrieb.

Zuerst ein Blick auf die Super League in der Schweiz. Der Titel dürfte für Basel kaum mehr zu nehmen sein. Und mit Aarau dürfte der Absteiger mehr oder weniger ebenfalls feststehen. Aber es ist wie immer, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Die Runde beginnt am Samstag Abend um 17.45 Uhr mit Vaduz gegen Luzern.
Luzern befindet sich auf einer veritablen Aufholjagd. Zuerst entrinnt man dem Abstiegskampf und kann nun (mit ein bisschen Wettkampfglück) sogar noch um die internationalen Plätze mitspielen. Der Rückstand beträgt zwar ganze 8 Punkte, aber so wie der FCZ zur Zeit spielt würde es mich nicht wunder wenn der sich die Butter noch vom Brot nehmen lassen würde.

Gleichentags um 20.00 Uhr dann Sion gegen Aarau.
Eine Runde näher am Abstieg.

Sonntag um 13.45 Uhr dann wie immer 2 Spiele mit GC gegen St. Gallen und Thun gegen den FCZ.
Wer soll eigentlich diesen GCZ noch verstehen? Nach nur 7 Monaten wirft man den Sportchef Axel Thoma wieder raus. Nach 7 Monaten relativer Ruhe lässt man wieder eine Bombe platzen (wie muss ich mir das eigentlich vorstellen? Sitzt Anliker in seinem Büro und moniert, dass GC zu wenig in den Medien vertreten ist und daher entschliesst Thoma vor die Tür zu setzen? Es könnte ja langweilig werden wenn nix läuft).

Einen Monat vor Trainingsbeginn der neuen Saison habe Thoma noch keine Vertragsverlängerung verbuchen können, habe keinen einzigen neuen Spieler geholt. «Wir mussten die Notbremse ziehen», so Anliker. «Es kann sein, dass wir es zu spät getan haben.», wird er in der NZZ zitiert. Ob das so stimmt sei jetzt mal dahingestellt.

Zweites Spiel ist Thun gegen den FCZ, das Direktduell um Platz 3. 
Thun hat zur Zeit mit seinen 49 Punkten 4 Punkte Vorsprung auf den FCZ. Gewinnt Thun ist Platz 3 für Zürich weg. 

Livespiel auf SRF2 ist Basel gegen YB um 16.00 Uhr.

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Noch ein Blick auf die Bundesliga, die jetzt in die Schlussphase einbiegt. 

Traditionell gibt es in den letzten 2 Runden keine Freitags- und Sonntagsspiele mehr. Das heisst alle Spiele finden am Samstag um 15.30 Uhr statt.

Und es hat einige spannende Spiele. 

Da wäre zum einen VFL Wolfsburg gegen Dortmund. 
Dortmund möchte seine Rückrunden-Aufholjagd gerne mit dem Einzug in die Europe League (oder zumindest die Qualifikation) krönen. Wolfsburg hingegen möchte ihre Champions League Platz zementieren. 

Selbiges gilt auch für die Partie von Werder Bremen gegen Gladbach.
Vor allem Gladbach fährt mit stählerner Brust in den hohen Norden. Ihren Heimsieg gestern gegen den direkten Konkurrenten Leverkusen war eine Machtdemonstration.

Spannend wird’s aber vor allem unten rum. Bis und mit Hertha auf Rang 13 können alle Teams noch absteigen. Letzter ist zur Zeit Stuttgart mit 30 Punkten. Hertha hat deren 34.

Stuttgart bekommt es zu Hause mit dem HSV zu tun.
Paderborn muss nach Gelsenkirchen zu Schalke. Hannover muss zum Bayern-Bezwinger Augsburg, Freiburg empfängt die Bayern und die Hertha spielt zu Hause gegen die Eintracht aus Frankfurt. 

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Das soll’s von mir gewesen sein,

Setzt Euch hin und schaut’s.