Wochensport 22 / 2015 – Fussball hier, und Fussball da!

Einen schönen Pfingstmontag Euch allen.

Der Wochensport folgt erst heute, nehme aber die Super League von heute Nachmittag noch mit rein. Die letzte Runde gibt’s dann am nächsten Wochenende.

Das soll’s aber mit Fussball noch lange nicht gewesen sein. In Deutschland folgen die Relegationsspiele bevor am nächsten Samstag die Saison mit dem Pokal-Finale abgeschlossen wird. Auch in England wird am nächsten Samstag das Finale ausgespielt.

Und selbstverständlich das Finale der Europe League steht auch noch auf dem Programm.

Daneben gibt’s natürlich die volle Ladung Tennis aus Paris.

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Starten wir also mit dem Fussball und somit der Super League.

Hier wird am heutigen Montag die 35. von 36 Runden gespielt. Und auch in der Schweiz ist es üblich, dass in den letzten beiden Runden die Spiele alle zur selben Zeit angepfiffen werden.

Heute wird dies um 16.00 Uhr der Fall sein.

Vaduz vs. GC
Kapitales Spiel für Vaduz. Mit einem Sieg über GC ist man seine Abstiegssorgen endgültig los und könnte Aarau somit eine Liga tiefer schicken. Bei GC hoffe ich drauf, dass sie eine grottige Saison noch irgendwie retten wollen. Nur Rang 8 ist auch für ein GC in dieser Verfassung ein viel zu schlechtes Abschneiden. Man liegt derzeit nur 4 Punkte hinter Rang 5.

St. Gallen vs. Aarau
Kapitales Spiel für Aarau. Gewinnt man und Vaduz verliert gleichzeitig gegen GC kommt’s am Wochenende zum Showdown. Aber auch in der Gallusstadt muss man zuerst gewinnen, auch wenn St. Gallen in den letzten paar Wochen alles andere als eine gute Figur gemacht hat. Es geht nicht anders: Aarau muss gewinnen sonst ist der Zug weg.

Aus Aarauer-Sicht sollte am liebsten die ganze Sache in etwa so laufen:

Luzern vs FCZ (Live SRF2, 16.00 Uhr)
Sollte Luzern die Partie gewinnen, kann man den FCZ in der Tabelle überholen und auf Rang 4 rutschen. Eine Partie bei der es also durchaus noch um was geht. Ich neige den Luzernen in diesem Spiel die Favoritenrolle zu erteilen, da sie über die letzten Wochen gesehen, die bessere Figur machen als Meier’s FCZ (wie lange hält der sich noch?)

Sion vs. YB
Sion nimmt zur Zeit jedes Spiel als Vorbereitung für den Cup-Final. In der Liga ist man zur Zeit auf Rang 7 mit Tuchfühlung bis auf Rang 4 (theoretisch). Luzern und St. Gallen sind nur 2 Punkte in Front. Und 2 Punkte dahinter folgt auch schon GC.

Thun vs. Basel
Thun könnte eine eh schon sensationelle Saison mit einem Sieg gegen Basel krönen. Für beide Teams geht’s um eh nix mehr.

Die 36. und letzte Runde dann am nächsten Freitag um 20.30 Uhr (man möchte offenbar nicht in Konkurrenz zum FC-Cup- und zum DFB-Pokal-Finale stehen).

Basel vs. St Gallen (Live, SRF2)
FCZ vs. GC
YB vs. Vaduz
Luzern vs. Sion
Aarau vs. Thun

Die ganz Hartgesottenen können sich ab 20.00 Uhr auf SRF2 die (wieder-)Wahl von Sepp „ich-bin-nicht-korrupt-sondern-Wohltäter“ Blatter mitverfolgen.

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Schauen wir nach Deutschland und kommen zu den Relegationsspielen und dem Pokal-Finale.

Der Reigen an Relegationsspielen beginnt am Donnerstag mit dem Heimspiel des HSV gegen den KSC (20.30 Uhr)

Dass der HSV nicht direkt abgestiegen ist darf man getrost als kleineres Wunder betrachten. Gut, sie hatten Glück in der letzten Runde auf ein Schalke zu treffen, das im Selbstzerstörungsmodus läuft (Di Matteo ist mittlerweile nicht mehr Trainer).

Der KSC darf um die Bundesliga spielen weil sie die 60er zu Hause geschlagen haben und Kaiserslautern zeitgleich gegen Ingolstadt nur Unentschieden gespielt hat (der Ingolstädter Ausgleich kam erst 9 Minuten vor Schluss).

Ich seh’s ja irgendwie kommen: der HSV rettet wieder mal auf mirakulöse Art und Weise seinen Arsch, und darf dann wieder eine grottensaison hinlegen. Dass der KSC zuerst auswärts antreten darf sehe ich durchaus als kleinen Vorteil. Sie können auf abwarten spielen und den HSV das Spielgeschehen überlassen. Wenn man mit nur 1 Tor verliert, oder noch besser unentschieden spielt, stehen dem KSC im Rückspiel nächste Woche alle Türe und Tore offen.

Das Spiel wird von der ARD Live übertragen.

Einen Tag später dann die Relegation um dem Aufstieg in die 2. Bundesliga zwischen Holstein Kiel und 1860 München.

Für allen Jene, die sich jetzt nicht unbedingt mit der 3. Liga befassen und den Namen Holstein Kiel hören denken vermutlich an die nette Fussballübertragung hier:

(Ein gerechtes Unentschieden wie ich finde)

Die 60er haben eine gnadenlose schlechte Saison hinter sich (SZ, 2 Seiten), die man eigentlich konsequenterweise mit der 3 Liga bestrafen müsste. Es verhält sich ziemlich ähnlich wie beim HSV. Dass die Mannschaft so schlecht spielt (oder überhaupt nicht), hängt in erster Linie mit dem Management zusammen, das über die letzten Jahre so viele Böcke geschossen hat, das solches Missmanagement irgendwann bestraft werden muss.

Holstein Kiel beendete seine 3- Liga-Saison auf Rang 3, 2 Punkte vor den Stuttgarter Kickers und hinter Arminia Bielefeld und dem MSV Duisburg.

Wie gesagt findet das Spiel am Freitag um 20.30 Uhr statt. Kiel zuerst mit Heimrecht. Live gibt’s das Spiel beim Norddeutschen Rundfunk (NDR).

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Am nächsten Mittwoch steigt das Finale der Europe League.

Der Titelverteidiger FC Sevilla bekommt es mit dem FC Dnipro Dnipropetrovsk zu tun (ein Teamname, den ich bis heute nicht aussprechen kann).

Austragungsort ist das Stadion Narodowy in Warschau:

Für die beiden Teams ist es das erste Aufeinandertreffen. Dnipro spielte sogar erst ein einziges Mal gegen eine spanische Mannschaft.

Sevilla hingegen ist in vier Spielen gegen Teams aus der Ukraine noch ungeschlagen – einem Unentschieden folgten drei Siege. Der wichtigste davon war sicher der 5:4-Erfolg nach Hin- und Rückspiel gegen den FC Shakhtar Donetsk im Achtelfinale des UEFA-Pokals 2006/07, als man wenig später auch den Titel holte.

Für Dnipro ist es das erste Europapokalfinale; der bisher größte internationale Erfolg war der Einzug ins Viertelfinale im Pokal der europäischen Meistervereine in den Spielzeiten 1984/85 und 1989/90 als sowjetischer Meister.

Sevilla stand in diesem Wettbewerb dreimal im Finale und gewann alle drei Spiele: in Eindhoven (gegen Middesbrough FC, 2006), Glasgow (gegen RCD Espanyol, 2007) und Turin (gegen SL Benfica, 2014), weniger gut lief es dann jeweils im UEFA-Superpokal (1 Sieg, 2 Niederlagen).

Sevilla ist seit neun Spielen in diesem Wettbewerb ungeschlagen, die letzte und einzige Niederlage gab es in der Gruppenphase bei Feyenoord (0:2).

Spielbeginn ist um 20.45 Uhr. LIVE dabei sind ORF1, Kabel1 und ITV4.

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Zum den Cupfinals in Deutschland und England.

Beginnen wir mit dem Spiel, das als Erstes angepfiffen wird: Arsenal gegen Aston Villa (Spielbeginn um 18.30 Uhr).

Gemessen an der Liga trifft die #3 auf die #17. Arsenal geht also eigentlich als klarer Favorit in das Spiel. Aber wie es im Cup manchmal so ist, er schreibt seine eigenen Gesetze.

Villa hat im Halbfinale immerhin Liverpool mit 2:1 aus dem Bewerb rausgekegelt.
Trotzdem ist es um die Form von Villa nicht gerade gut bestellt. Die letzten 2 Spiele hat man gegen Southampton (1:6) und Burnley (0:1) verloren.

Die Buchmacher sehen die Favoritenrolle ebenfalls klar verteilt. Für einen Sieg von Arsenal gibt’s 4/7 und bei einem Villa Sieg gibt das fünffache zurück.

Auch hierzulande kann man das Spiel Live sehen. Ich empfehle zwar das Pub des Vertrauens, aber zu Hause geht’s auch: BBC1 und Eurosport sind Live dabei.

Zum DFB-Finale am nächsten Samstag:

Das letzte Dortmunder Pflichtspiel des Jahres ist nicht nur aufgrund des Stellenwertes eines Finalspiels ein ganz besonderes, die Partie ist  gleichzeitig  das  Abschiedsspiel  von  drei  verdienten Borussen: Jürgen Klopp, Sebastian Kehl und Ilkay Gündogan würden sich ihren Abschied sicherlich gern mit dem Titelgewinn versüßen. 

Jürgen  Klopp, der Borussia Dortmund im Sommer nach sieben Jahren verlässt, könnte im Falle eines Pokalsieges seinen sechsten Titel mit dem BVB holen – kein anderer Trainer der Schwarz-Gelben
schaffte das (gewertet  werden  nur  Titel  seit  Einführung der Bundesliga 1963). Aktuell teilt sich Jürgen Klopp, der mit Dortmund die  Meisterschaften 2011 und 2012, den Pokalsieg 2012 und die
Supercuptitel 2013 und 2014 holte, Rang eins mit Ottmar Hitzfeld, der ebenfalls fünf Titel mit dem BVB gewann.

Dortmund und Wolfsburg treffen nur 14 Tage nach dem Duell in der Bundesliga (1:2) erneut aufeinander, es liegen nur etwas mehr als 300 Stunden zwischen den beiden Partien. Die Borussen werden sich ungern an die Partie am 33. Spieltag erinnern. Das Spiel in der Volkswagen Arena lief von der ersten Minute an gegen die Schwarz-Gelben: Gegentor in der ersten Minute, kurz vor der Halbzeit wurde ein klarer Strafstoß verwehrt, das 1:2 kurz nach der Pause war aufgrund einer Abseitsstellung irregulär. Davon abgesehen war es bis zum Abpfiff ein rasantes, spannendes und hochklassiges Match auf Augenhöhe. Allerdings gab es in der zweiten Halbzeit keine Großchance mehr, in der ersten Halbzeit waren es noch sechs! Es war die erste Niederlage für die Borussia seit Bekanntgabe der Trennung von Jürgen Klopp.

Der VfL Wolfsburg hingegen könnte für ein Novum im deutschen Fußball sorgen und als erster Klub im deutschen Profifußball den DFB-Pokal „doppelt“  gewinnen.  Am 1. Mai triumphierte die
Damenmannschaft der Wölfe im Kölner RheinEnergieStadion  im Pokalendspiel mit 3:0 gegen Turbine Potsdam.

Der VfL Wolfsburg gewann die letzten vier Spiele im DFB-Pokal und ließ  dabei nur ein Gegentor zu, in der ersten Runde benötigten die Wölfe bei Zweitliga-Aufsteiger Darmstadt noch das Elfmeterschießen fürs  Weiterkommen  –  fünf Siege im Pokal in Folge schafften die Niedersachsen noch nie! Die letzte Niederlage im DFB-Pokal gab es am 15. April des Vorjahres, als im Halbfinale der Dortmunder Signal-Iduna Park die Endstation  war  –  Marco Reus bereitete beim 2:0-
Erfolg die beiden BVB-Tore durch Lewandowski und Mkhitaryan vor.

Spielbeginn ist um 20.00 Uhr. Die ARD ist Live dabei.

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Zum letzten Punkt: und zwar zu den French Open.

Bezüglich der Setzliste gibt es keine Überraschungen Djokovic vor Federer, Murray, Berdych, Nishikori, Nadal, Ferrer, Wawrinka, Cilic und Dimitrov. Die Nummer 6 der Welt, Milos Raonic, fehlt verletzungsbedingt. Er musste sich vor-vorletzte Woche am Fuss operieren lassen und ist für Roland Garros nicht rechtzeitig fit geworden.

Grosser Favorit dürfte in diesem Jahr nicht Rafael Nadal sein. Das liegt einerseits daran, dass er immer noch auf der Suche nach seiner Form ist.
Andererseits ist er auf der Setzliste „nur“ Nummer 6. Entsprechend früh kann er auf die Grossen treffen. So könnte er im Viertelfinal auf Djokovic treffen und in einem allfälligen Halbfinal auf Andy Murray.

Federer und Stan könnten im Viertelfinale aufeinander treffen. Eine Runde später dürften dann Thomas Berdych oder Kei Nishikori warten.

SRF2 ist wie gewohnt bei Schweizer Beteiligung dabei. Wer auf die volle Dröhnung steht versucht’s bei Eurosport.

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Das soll’s von mir gewesen sein.

Setzt Euch hin und schaut’s.

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