Wochensport 23 / 2015 – Stirbt der Dino?

Einen schönen Sonntag Euch Allen.

Eine neue Woche steht bevor bei der vor allem die French Open im Vordergrund stehen.

Es gibt aber noch eine Menge Fussball zu bestaunen. Anfang Woche gibt’s die Rückspiele der Relegation in der Bundesliga, die Frauen-Nati beginnt das Abenteuer Weltmeisterschaft, in Berlin ist der Champions League Final und in der Schweiz wird der Cupfinal gespielt.

Und als krönenden Abschluss drehen die F1-Boliden in Kanada seine Runden.

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Fangen wir also gleich mit Fussball an und schauen zuerst nach Deutschland.

Am Montag und am Dienstag folgen die Rückspiele der Relgation von der 3. in die 2. Liga und von der 2. Liga in die 1. Liga.

Am Montag Abend tifft der KSC zu Hause auf den HSV. Der KSC der im Hinspiel über weite Strecken das bessere Team war darf für sich in Anspruch nehmen für das Rückspiel so gut wie alle Vorteile auf seiner Seite zu haben.

Das 1:1 war sogar eine leise Enttäuschung. Bevor Ilicevic in der 73. Minute den Ausgleich für den HSV schoss, müsste der KSC bereits 2:0 führen. Aber wie es im Fussball manchmal so ist, genau nach diesem doppelten Latttenknaller durch den KSC wurde der HSV besser.

Für das Rückspiel wird’s jetzt aber enorm schwierig. Wie gesagt sind jetzt quasi alle Vorteile beim KSC. Ich seh da schwarz für den HSV.

Das Spiel beginnt (aufgrund behördlicher Bestimmungen) bereits um 19.00 Uhr.

Wie bereits im Hinspiel ist die ARD Live dabei.

Am Dienstag dann die zweite Relegation, nämlich jene von der 3. Liga in die 2. Liga.

Das Hinspiel zwischen Holstein Kiel und 1860 München war eine eher müde Angelegenheit. Die Münchner Taktik war schnell durchschaut. Mit 2 kompletten Reihen hat man die Defensive komplett zugemacht, so dass für Holstein gar nie erst ein Durchkommen möglich gewesen wäre. Das Endresultat von 0:0 war somit nicht mehr als logisch.

Mit dem 0:0 dürfen die 60er sehr glücklich sein.

Anpfiff ist um 20.30 Uhr in München. Wie im Hinspiel sind NDR und der bayrische Rundfunk Live dabei.

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Zugegeben würde ich es kaum erwähnen wäre die Frauen-Nati nicht dabei. Aber am nächsten Samstag beginnt die Frauen Weltmeisterschaft in Kanada und dauert bis zum 5. Juli.

Gespielt wird in insgesamt 6 Stadien: Edmonten (Kapazität: 60’100), Moncton (10’000), Montreal (66’300), Ottawa (24’000), Vancouver (54’500) und Winnipeg (33’500).

Die Stadt Halifax war zunächst auch als Spielort im Gespräch, verzichtete aber im März 2012 aus Kostengründen auf eine Berücksichtigung als Spielort. Kanadas größte Stadt Toronto verzichtete ebenfalls auf eine Berücksichtigung als Spielort, um Terminüberschneidungen mit den Panamerikanischen Spielen 2015 zu vermeiden. Das Endspiel soll in Vancouver ausgetragen werden. Bis auf das Stadion in Moncton sind alle anderen mit Kunstrasen ausgestattet. Da die FIFA-Regularien kommerzielle Stadiennamen bei offiziellen Veranstaltungen verbieten, werden die beiden Spielstätten in Ottawa (Lansdowne Stadium statt TD Place Stadium) und Winnipeg (Winnipeg Stadium statt Investors Group Field) für den Zeitraum des Turniers umbenannt. Die sechs Austragungsorte liegen in fünf verschiedenen Zeitzonen.

Der Modus entspricht dem zuletzt bei der Weltmeisterschaft der Männer 1994 in den USA angewandten Modus. Die 24 qualifizierten Mannschaften werden auf sechs Gruppen verteilt. Gastgeber Kanada wurde vorab bereits als Gruppenkopf der Gruppe A gesetzt. Die vier Mannschaften jeder Gruppe spielen je einmal gegen jede andere Mannschaft der Gruppe. Die Gruppensieger und -zweiten sowie die vier besten Gruppendritten qualifizieren sich für das Achtelfinale, ab dem es im K.-o.-System weitergeht. Die ersten beiden Spiele jeder Gruppe finden jeweils als Doppelveranstaltung an einem Ort statt, zum dritten Gruppenspiel müssen alle Mannschaften an einen anderen Spielort reisen, wobei Gastgeber Kanada und der Gegner in Montreal die größte Distanz zurücklegen müssen. Die letzten Spiele finden für jede Gruppe parallel statt, wobei es auch hier in Edmonton, Winnipeg und Ottawa zu Doppelveranstaltungen mit Spielen anderer Gruppen kommt.
Die Schweizerinnen sind mit Japan (dem Titelverteidiger), Kamerun und Ecuador in einer Gruppe.
Eine genaue Übersicht über den Spielplan gibt es hier in diesem pdf (Achtung Lokalzeiten sind angegeben).

Ich bin im Frauenfussball nicht so bewandert um sagen zu können wie gut die Chancen des Schweizerinnen für ein Weiterkommen sind. Aber ausgehend von der offiziellen Weltrangliste dürften die Chancen nicht schlecht sein. Die Schweiz steht auf Rang 19. Japan ist auf 4. Kamerun ist auf 53 und Ecuador auf 48.

SRF macht schon seit Wochen Werbung für die WM. Ein Anzeichen, dass man die Spiele Live zeigen wird.

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Kommen wir zum Finale in der Champions League.

Nächsten Samstag um 20.45 Uhr im Olympiastadion treffen Juventus Turin und der FC Barcelona aufeinander.

Juventus, das sein erstes Endspiel seit zwölf Jahren bestreitet, will sich zum dritten Mal zum europäischen Champion krönen, während Barcelona zum fünften Mal triumphieren will – sowie zum vierten Mal im letzten Jahrzehnt.

Für beide Trainer wäre ein Triumph in Berlin das Sahnehäubchen auf eine jetzt schon beeindruckende Debütsaison: Massimiliano Allegri führte Juventus zur italienischen Meisterschaft und zum Pokalsieg, Luis Enrique gewann mit Barça in Spanien ebenfalls den Meistertitel und steht im Pokalfinale.

Für beide Teams ist es das neunte Finale in der Champions League. Juve gewann bisher 2 Mal (84/85 gegen Liverpool 1:0 und 95/96 nach Penaltyschiessen gegen Ajax). Barca gewann insgesamt 4 Finals (91/92 gegen Sampdoria 1:0, 05/06 gegen Arsenal 2:1 sowie 08/09 und 09/10 jeweils gegen Manchester United).

Juventus setzte sich 02/03 im Viertelfinale der UEFA Champions League mit insgesamt 3:2 gegen Barcelona durch. Nach einem 1:1-Remis in Turin sicherte Marcelo Zalayetas Treffer in der 114. Minute Juves Sieg im Camp Nou, nachdem Xavi die Führung durch Pavel Nedvěd ausgeglichen hatte.

Luis Enrique agierte in diesen beiden Partien neben Xavi und war Barcelonas Spielführer im Rückspiel. Buffon stand bei Juventus damals schon im Tor.

Barcelona beendete die angestrebte Titelverteidigung von Juventus im Viertelfinale des Pokals der europäischen Meistervereine 85/86. Vor einem 1:1-Remis in Turin, in dem Michel Platini für die Bianconeri traf, gewannen die Katalanen ihr Heimspiel mit 1:0.

Fünf Jahre später triumphierte Barcelona im Halbfinale des Pokals der Pokalsieger 90/91. Nach einem 3:1-Heimsieg folgte eine 0:1-Niederlage in Italien.

Schiedsrichter wird Cüneyt Çakır aus der Türkei sein.

Live dabei sein kann man auf SRF2, ITV, ZDF und RTS Deux,

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In die Schweiz und somit zum Cup-Final vom nächsten Sonntag.

Um 14.00 treffen im Joggeli zu Basel der FC Basel und der FC Sion aufeinander.

Der Meister mit Heimvorteil gegen das 100%-Team aus dem Wallis.

Sion schlug im Halbfinale den FC Zürich auswärts mit 1:0. Basel gewann bei St. Gallen mit 3:1.

Von allen 12 Teilnahmen an einem Final gewann der FC Sion das Spiel. Der FCB hingegen steht jetzt zum vierten Mal hintereinander im Final. Gewann dabei nur 1 Mal (gegen Luzern nach Penaltyschiessen 2012; Gesamt: 19 Teilnahmen, 11 Siege).

Den Final Sion gegen Basel gab es in der Vergangenheit erst 1 Mal (1982).

Gesicht des Spiels sollte der selbe Mann werden wie beim Final 1980 zwischen Sion und YB: Balet. Sowohl im Final 1980 wie auch im Final 1982 schoss er das entscheidende Tor. Er boxte sich im wahrsten Sinne des Wortes im Strafraum durch um per Kopf in der 21. Minute das einzige Tor des Spiels zu erzielen. Beat Sutter protestierte bei Schiedsrichter Macheret energisch, stiess aber auf taube Ohren.

1982 wurde auch mit 47’000 ein neuer Zuschauerrekord aufgestellt.

Das Spiel gibt’s Live auf SRF2.

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Nach so viel Fussball kommen wir zur Formel 1 und zum Grand Prix von Kanada.

Die Rennstrecke bei Montreal ist immer wieder für ein fantastisches Rennen gut. Sei es weil plötzlich anfängt zu regnen, oder weil nach einem Unfall das Safety-Car raus muss und somit die Taktik der Teams völlig über den Haufen geworfen wird.

Die Strecke ist eine typische „stopp-and-go“-Strecke. Schnelle Kuven gibt es nicht.  Es gibt nur Gerade, 90 Grad, Gerade usw.

Das wiederum heisst, dass Bremen und Motor in diesem Rennen einer extrem hohen Belastung ausgesetzt sind, da die Bremsen regelmässig den Wagen von 300 Km/h runter bremsen müssen und der Motor nachher den selbigen wieder auf 300 hoch beschleunigen muss. Das wiederum heisst, dass der Spritverbrauch hoch ist. Die Teams müssen gut kalkulieren, sonst kann es am Ende eng werden.

Startzeit ist um 20.00 Uhr MESZ. Wie immer dabei sind SRF2, ORF1 und RTL.

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Und wir machen noch kurz einen Schwenker nach Paris zu den French Open.

Federer und Wawrinka spielen noch heute Sonntag Nachmittag (allerdings später als angenommen, da es heute in Paris das eine oder andere Mal geregnet hat).

Federer hat es dabei mit dem Franzosen Gael Monfils zu tun. Wawrinka spielt gegen Gilles Simon ebenfalls aus Frankreich. Gewinnen die beiden Schweizer ihr Spiel treffen Sie im Viertelfinal direkt aufeinander.

Bereits in Woche 2 befindet sich Timea Bacsinszky. Sie schlug gestern Samstag Madison Keys glatt in 2 Sätzen und trifft nun auf Petra Kvitova, die Nummer 4 der Welt.

TV-technisch bleibt alles beim alten: SRF2 zeigt die Spiele mit Schweizer Beteiligung. Eurosport ist durchgehend auf Sendung.

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Das soll’s von mir gewesen sein.

Setzt Euch hin und schaut’s.

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