Wochensport 25 /2015 – Sandkastenspiele

Einen schönen Sonntag euch Allen.

Das wird eher eine schmale Sportwoche. Im Vordergrund stehen die Formel 1, die in Österreich Halt macht, sowie die U.S. Open im Golf. Und im fribourger Hinterland geht das traditionelle Schwarzsee Schwingen über die Bühne.

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Beginnen wir gleich mit dem Golf.

Das zweitälteste Major der PGA-Tour steht auf dem Programm. Seit 1865 werden die Open im Juni ausgetragen (der Finaltag ist jeweils der dritte Sonntag im Juni).

Bevor es aber am nächsten Donnerstag richtig losgeht, werden bis Mittwoch noch Qualifikationen gespielt. Automatisch qualifiziert sind alle Sieger der letzten 10 Jahre (Titelverteidiger ist übrigens der Deutsche Martin Kaymer), alle Sieger aller anderen Major-Turnieren der letzten 5 Jahre, die Top 30 der USPGA Money List sowie der US-Meister der Amateure.

Sollten am Sonntag 2 Golfer gleichauf liegen gibt es am Montag (im Gegensatz zu den anderen Majors) ein Stechen über die vollen 18 Löcher.

Für die Ausgabe Nummer 115 hat man zum ersten Mal den Chambers Bay Golfkurs an der Pazifikküste im Nordwesten der USA gewählt. Das Gelände ist sehr hügelig. Die Fairways sind sehr eng, die Roughs sehr hoch. Wenn Du also einmal einen Ball verschlägst. oder der Wind den Ball weg trägt (was an einer Küste ja mal gerne passieren kann), steckt man im Rough richtig fest und hofft das Par noch auf biegen und brechen noch zu retten. Zudem ist das Gelände sehr hügelig. Der Höhenunterschied zwischen dem Eingangsbereich für die Zuschauer und dem tiefsten Punkt beträgt ganze 61 Meter.

Was dann in etwa so aussieht:

Da das Gelände zum ersten Mal bei einer US Open gespielt werden haben die Golfer entsprechen keinerlei Vorkenntnisse. Da der Kurs sehr schwierig ist ist es mit nur 1 oder 2 Proberunden nicht gemacht. Und diejenigen, die den Kurs bereits einmal bespielt haben bezeichnen ihn als einen riesengrossen Sandkasten. Über 1,1 Millionen Kubikmeter loses Material wurden bewegt. Das Ergebnis ist ein dauerndes auf und ab auf 7000 Meter Länge (Par 70).

Wie es beim Golf so ist gibt es im free-TV keine Bilder zu sehen. Wer Teleclub oder Sky hat kann sich das Turnier zu Gemüte führen.

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Wenden wir uns der Formel 1 zu, die am nächsten Wochenende in Österreich fährt.

Der Kurs ist bekanntlich erst seit letzten Jahr wieder im Formel 1 Kalender enthalten. Letztes Jahr gewann Nico Rosberg.

Der Red-Bull-Ring hat sechs Rechts- und zwei Linkskurven: Die beginnt mit einem bergauf führenden, scharfen Rechtsknick nach dem Start dann die Spitzkehre nach der langen Bergaufgeraden, bester Punkt zum Überholen – die Autos müssen von über 320 km/h auf 70 km/h herunterbremsen, es folgt eine Rechtskurve, bergab, die beiden schnellen Linkskurven im Infield gehen dann in die beiden Zielkurven über.

Da der Vollgasanteil bei diesem Rennen doch eher hoch ist werden die Teams die Flügel eher flach einstellen damit man die Geschwindigkeit entsprechend erhöhen kann. Die Bremsen werden ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Man muss also aufpassen, dass man diese nicht überhitzt.

Die Strecke liegt im obersteirischen Aichfeld und ist auf drei Seiten von Hängen umgeben, die teilweise als Naturtribünen genutzt werden. Durch diese Arena-Charakteristik ergibt sich eine gute Übersicht über die gesamte Strecke, eine landschaftliche Atmosphäre bei den Rennen und nach außen hin einen gewissen Schallschutz.

Wie für Europarennen üblich, ist der Start zum Rennen um 1400 Uhr.

SRF2, ORF1 und RTL sind wie immer Live dabei.

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Kommen wir zum letzten Punkt des heutigen Tages, dem Schwingen.

Heuer treten die 90 besten Schwinger aus dem Südwest-Schweizer, dem bernisch kantonalen und Gästen aus dem Innerschweizer Schwingverband an.

Und das Teilnehmerfeld liest sich (bis jetz) hervorragend.

Von den Innerschweizern nehmen unter Anderem Gloggner Hansjörg, Imhof Andi, Mathis Marcel, Nötzli Bruno, Schuler Christian, Ulrich Andreas und von Ah Benji teil.

Die Berner schmeissen irgendwie alles in den Ring was sie haben (ausgenommen Sempach Matthias, der bis Ende Saison wegen Verletzungen ausfällt):

Unter Anderem finden sich folgende Namen: Anderegg Simon, Glarner Matthias, die beiden Gaber Willy und Bruno, Gnägi Florian, Sempach Thomas, Stucki Christian, Wenger Kilian und Zaugg Thomas.

Seit den Südwestschweizern Hans-Peter Pellet aufgrund seines Rücktritts vom Sport abhanden gekommen ist, fehlt dem Verband eine Art Vorzeigeschwinger, den man auch ausserhalb der Romandie kennt. Dazu passt, dass mit Nydegger Michael nur 1 Schwinger teilnimmt, der einen eidgenössichen Kranz hat.

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Das soll’s von mir gewesen sein.

Setzt Euch hin und schaut’s.

2 Gedanken zu “Wochensport 25 /2015 – Sandkastenspiele

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