Wochensport 27 / 2015 – Das grüne Paradies

Einen schönen Sonntag Euch Allen.

Letzte Woche ist übrigens mit Absicht kein Wochensport geschrieben worden. Das Programm war so dünn, dass es mir irgendwie nicht wert schien einen zu schreiben.

Aber dies ändert sich nächste Woche völlig. Morgen Montag beginnt altehrwürdige Turnier von Wimbledon. Damit lässt sich die ganze Woche schon gut leben.

Am Wochenende aber geht’s rund: Am Samstag beginnt die Tour de France, die Formel 1 fährt im englischen Silverstone, die Fussball-WM der Frauen geht mit dem Final zu Ende und in Seedorf im Kanton Uri feiern die Innerschweizer ihr 109. Schwingfest.

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Beginnen wir aber mit dem Tennis.

Morgen beginnt das älteste Grand-Slam Turnier im Tennis, die All England Championships in Londoner Stadtteil Wimbledon.

Für mich die schönste Zeit im Tennis gehört es doch zu meinen Lieblingsturnieren. Und seit der Center Court mit einem Dach versehen ist, wird auch (mehr oder weniger natürlich) durchgespielt. Das heisst, dass man Spiele sehen kann, auch wenn es in London regnet (und das soll ja des öfteren vorkommen).

Bei diesem Turnier kommt man irgendwie auch nicht drum herum etwas in der Geschichte des Turniers zu wuseln.

Angefangen bei meinem Lieblingsfinal:
Es war das Jahr 2001. In das Final haben es der Australier Patrick Rafter (der im Jahr vorher gegen Pete Sampras verloren hat) und der Kroate Goran Ivanisevic geschafft. Goran hatte bis zu diesem Zeitpunkt, was Wimbledon betrifft, eine bewegende Geschichte hinter sich. Das Spiel gegen Pat Rafter war sein insgesamt vierter Final in Wimbledon. Im Jahr vorher ist er in der Weltrangliste regelrecht abgestürzt. Da er vor dem Turnier nur auf 125 war, war er auf eine Wild-Card der Organisatoren angewiesen, die er am Schluss auch bekam.
Aufgrund des vielen Regens konnte Gorans Halbfinal erst am Sonntag zu Ende gespielt werden, was wiederum bedeutete, dass der Final am Montag gespielt wurde. Dies wiederum hatte die Konsequenz, dass die Tickets für den Final (vom Sonntag) Ihre Gültigkeit verloren haben und man für den Final am Montag neue Tickets kaufen konnte. Der Final am Montag fand vor einem Publikum statt, dass den Vergleich zu einem Fussballstadion absolut nicht zu scheuen brauchte:

(das erste Video ist das komplette Spiel, das zweite nur das letzte Game):

Nach 5 Sätzen gewinnt Ivanisevic das dramatische Spiel gegen Rafter. Das Erste was er macht ist auf die Tribüne zu gehen um seinen Vater zu umarmen.

Im gleichen Jahr übrigens erlebt der Center Court eine Wachablösung:

Der an Nummer 15 gesetzte Roger Federer schlägt den Titelverteidiger Pete Sampras nach 5 Sätzen. In Wimbledon werden Sie sich übrigens 2009 wieder sehen, als Federer nach seinem Finalsieg gegen Roddick Grand-Slam-Titel Nummer 15 sein Eigen nennen konnte und somit Sampras überholt hatte (Sampras sass im Publikum).

Kommen wir aber zurück zur Ausgabe 2015.

Wenn man so die letzten Jahre betrachtet dürfte die Ausgabe 2015 so spannend werden wie selten eine zuvor. Mit Wawrinka gibt es einen neuen Bewerber auf den Pokal. Federer, Dokovic und Murray sind ebenfalls Favoriten. Ein Nadal ist nur auf 10 gesetzt, was wiederum heisst, dass er relativ früh auf einen Grossen trifft.

Federer hat in der ersten Runde den Bosnier Damir Dzumhur. Diesen hat Federer bereits in Paris in der dritten Runde geschlagen.
In der selben Hälfte wie Federer sind Murray und Nadal. Auf einen der beiden könnte er aber erst im Halbfinale treffen. Ein möglicher Viertelfinalgegner von Roger wäre Berdych.

Wawrinka hat in der ersten Runde den Portugiesen Joao Sousa, den er (ebenfalls in der ersten Runde) letztes Jahr in Wimbledon bezwungen hat.
In der selben Tableau-Hälfte wie Stan ist Djokovic (das heisst, deren Aufeiandertreffen wäre im Halbfinal). Dieser bekommt in der ersten Runde den Deutschen Philipp Kohlschreiber. Knifflige Aufgabe für Novak. Kohlschreiber hat von Federer in Halle sehr sehr viel abverlangt.

Das Schweizer Fernsehen ist wie immer bei den Spielen mit Schweizer Beteiligung dabei. Wer die volle Dosis Tennis möchte, der schaue bei der BBC vorbei. Die sind stehts auf Sendung.

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Kommen wir zum Radsport und somit zur 102. Tour de France.

Während 21 Etappen werden insgesamt 3360 Kilometer zurückgelegt.

„La grande boucle“ startet heuer in der holländischen Stadt Utrecht (das sich übrigens 12 Mal hintereinander als Startort beworben hatte). In Utrecht gibt es ein Einzelzeitfahren über knapp 14 Kilometer. Die zweite Etappe bleibt in Holland, die Dritte findet in Belgien statt. Etappe 4 wird ebenfalls noch in Belgien gestartet und führt dann („zurück“) nach Frankreich.

Die Alpe d’Huez wird auch heuer wieder befahren. Allerdings nicht ganz so wie es sich die Organisatoren das gewünscht haben. Nach einem Erdrutsch ist der Tunnel am Lac du Chambon nicht mehr durchfahrbar (dieser befindet sich rund 10 Kilometer vor dem Beginn des Schlussaufstiegs zur Alpe d’Huez). Dies hat zur Konsequenz, dass der Peloton umgeleitet werden muss. Statt dem Col du Telegraphe und dem Cole du Calabier wird stattdessen der Col de la Croix befahren. An der Länge der Etappe (rund 110 Kilometer) ändert sich hingegen nichts.

Das Schweizer Fernsehen ist grundsätzlich jeden Tag Live dabei. Da sich das Programm aber mit Wimbledon überschneidet sollte man jeden Tag die genauen Sendedaten überprüfen.
Verlässlicher Partner ist aber auch Eurosport, das jeden Tag Live sendet.

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Kommen wir zur Formel 1.

Die fährt am nächsten Sonntag um 14.00 Uhr im englischen Silverstone. Seit 1987 wird hier jedes Jahr gefahren.
Der Formel 1 scheint es hier so gut zu gefallen, dass man den Vertrag zwischen der Formel 1 und Silverstone bis ins Jahr 2027 verlängert hat.

Mit einem Vollgasanteil von rund 67% ist Silverstone eine richtige Highspeed-Orgie. Trotzdem ist die Strecke für Fahrer und Teams eine Herausforderung, da die Findung des richtigen Setups nicht gerade einfach ist.

Die Teams tendieren meistens den Wagen einen höheren Abtrieb zu geben, weil man sonst zu viel Zeit in den schnellen Kurven verlieren würde. Ebenfalls aufgepasst auf den Verbrauch, der hier hoch ist und auch auf die Reifen sollte man aufpassen, weil die Reifen hier stark belastet werden.

Kommt noch die Komponente, die man am wenigsten berechnen kann, das Wetter. Sogenannte Mischverhältnisse zwischen Regen und Trockenheit sind hier keine Seltenheit. Für den Sonntag ist bewölktes Wetter mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 20% gemeldet (und diese 20% werden genau für die Zeit des Rennens gemeldet).

Wie immer Live dabei sind SRF2, ORF1 und RTL.

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Kommen wir zum letzten Programmpunkt, dem Schwingen.

Die Innerschweizer feiern am nächsten Sonntag ihr 109. Fest im urnerischen Seedorf.

Eine Einteilung wurde noch nicht veröffentlicht. Was man aber zum jetzigen Zeitpunkt schon sagen kann sind die Gäste, die teilnehmen werden.

Von Seiten der Berner kommen Wenger Kilian und Aeschbacher Matthias (an Stelle von Sempach Matthias).

Vom NWS-Verband kommen der Eidgenosse Gisler Bruno und Räbmatter Patrick.

Der NOS-Verband schickt die beiden Eidgenossen Clopath Beat und Notz Beni.

Für die Südwestschweizer kommen Mattehy Michael und Piemontesi Pascal.

Dass zur Zeit heisseste Eisen der Innerschweiz dürfte wohl Joel Wicki sein. Der 18-jährige Sörenberger, der für sein Alter beachtliche 104 Kilo auf die Waage bringt, gewann das Schwarzee-Schwingen durch seinen Sieg im Schlussgang gegen Adrian Steinauer (nach 1,40 Minuten mit Kurz).

Das Innerschweizer Messen dürfte aber auch sonst sehr interessant werden. Weitere Teilnehmer sind die Gebrüder Gloggner und Laimbacher, Imfeld Peter, Imhof Andi, Mathis Marcel, Nötzli Reto (der Titelverteidiger), Ulrich Andreas und Schuler Christian.

Nach meinen Informationen kommt das ganze Schwingfest Live auf Tele 1.Das Anschwingen ist um 07.30 Uhr.

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Das soll’s von meiner Seite gewesen sein.

Setzt Euch hin und schaut’s.

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