Wochensport 29 / 2015 – Schon wieder Fussball?

Einen schönen Sonntag Euch Allen.

Dieser Beitrag ist bereits gestern Samstag entstanden, da ich heute Sonntag unterwegs bin und ehrlich gesagt keine Lust habe während des Wimbledon Finals einen Beitrag schreiben zu müssen. Darum sitze ich bereits am Samstag Vormittag an meinem Laptop.

Kommen wir nun aber zum Eingemacht. Für jeden Geschmack dürfte nächste Woche dabei sein. Die Golfer freuen sich auf die British Open, Fussballfreunde dürfen hierzulande wieder in die Stadien gehen und auf dem Weissenstein wird Sägemehl ausgebreitet.

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Da wie bereits erwähnt dieser Beitrag bereits gestern geschrieben wurde möchte ich kurz mit Tennis beginnen.

Mit Djokovic gegen Federer kommt es eigentlich zu einem logischen Final heute Nachmittag in Wimbledon.

Nicht nur dass sich die Nummern 1 und 2 der Weltrangliste treffen, waren Sie beide die konstantesten und besten Spieler der letzten 2 Wochen.

Es ist der selbe Wimbledon-Final wie letztes Jahr. Es ist Spiel 40 zwischen den Beiden (es steht übrigens 20 zu 19 für Roger).

Im Jahr 2015 trifft man nun zum dritten Mal aufeinander: Djokovic gewann die Spiele in Indian Wells und Rom. Roger gewann in Dubai.

Ich freue mich wie ein kleines Kind auf diesen Final. Das liegt nicht nur daran, dass Federer im Final ist, sondern WIE er sich in diesen Final gespielt hat. Sein Halbfinal gegen Andy Murray war vielleicht einer seiner besten Leistungen der letzten Jahre. Vor allem habe ich noch selten ein Spiel von Federer gesehen bei dem sein Aufschlag so präzise und sicher gekommen ist. Und hey, Federer hat den wohl besten Returnspieler der Tour besiegt. Und das nicht in 4 oder 5 Sätzen sondern klar in 3.

Djokovic muss sich warm anziehen.
Es ist also wieder ein Schweizer, der ihm die Hölle heiss macht. Sollte Roger das Turnier gewinnen dürfte er endgültig als der beste Spieler der Geschichte dastehen. In diesem hohen Alter nochmals ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen; „beeindruckend“ wäre noch weit untertrieben.

SRF2 und die BBC sind Live dabei!

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Golf mit den British Open.

Das älteste Golfturnier der Welt wird heuer auf dem wohl bekanntesten Platz weltweit gespielt: St. Andrews und zwar auf dem ältesten aller Kurse, dem old Course. 

Der old Course ist ein sogenannter Links-Kurs. Das hat mit Links oder Rechts nichts tun. Das heisst mehr, dass sich der Kurs auf sogenanntem Linksland befindet. Dies war die Bezeichnung für Land, das die Küste mit dem fruchtbaren Ackerland verband (entsprechend war das Linksland wirtschaftlich nicht nutzbar –> to lin = verbinden). Da dieses Land nicht gebraucht werden konnte konnte man dieses Stück Land frei nutzen. Unter Anderem wurde daher auch Golf gespielt.

Linksplätze gelten als gut bespielbar das ganze Jahr über. Es gibt aufgrund der Küstenlage kaum Frost im Winter und ebenfalls keine Trockenheit im Sommer.

Der unberechenbarste Punkt sind aber die Winde (sollen an Küsten ja schon mal vorkommen).

Zurück aber zum old Course selbst. Ein typischer Linkskurs wie er im Buche steht.
Grundsätzlich kein Kurs, der schwer zu spielen ist, aber so seine eigenen Tücken hat. Die Fairways sind alle relativ breit. Das Spiel erfordert aber oft taktisch kluge Entscheidungen weil die Löcher auf mehrere Wege bespielt werden können (und vor allem muss man dabei ja immer den Wind berücksichtigen).

Ganz berühmt ist Loch 17, auch Road Hole and the Road Bunker genannt. Es gilt als eines der schwierigsten Par 4-Löcher weltweit. Benannt ist das Loch nach einer Strasse, die direkt hinter dem Loch befindet. Der Abschlag muss quasi blind erfolgen, weil man das Hotel (das im weg steht) „überqueren“ muss. Auch wenn man den Abschlag gemeistert hat wagen es die wenigsten Profis mit dem zweiten Schlag das Grün direkt anzugreifen. Dies liegt einerseits am Bunker, der direkt vor dem Grün liegt („Road Bunker“) und andererseits an der Strasse hinter dem Loch.

Es würde nicht überraschen, wenn an diesem Loch die eine oder andere Entscheidung fällen dürfte.

Bei BBC2 kommt man auf volle Kosten, die an allen Tagen ab 1000 Uhr (Schweizer Zeit) übertragen.

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Kommen wir zum Schwingen.

Die Herren treffen sich am nächsten Sonntag auf dem Weissenstein. Und die Schingerliste wurde bereits veröffentlicht.

Die Berner Gäste schicken wieder ein paar Schwinger vorbei von denen man ausgehen kann, dass sie um den Festsieg mitschwingen werden.

Als Erster sei hier Stucki Christian genannt. Daneben gibt’s aber noch Siegenthaler Matthias, Sempach Thomas, Lauper Hansruedi und Kämpf Bernhard. Und die Berner Zukunftshoffnung, Käser Remo.

Zugegeben, die Nordwestschweizer können nicht so viele Leute in die Wagschale werfen. Aber die paar Wenige, die sie haben sind beileibe keine Unbekannte und können jedem Schwinger die Hölle heiss machen: Bieri Christoph aus dem Aargau und die Solothurner Gisler Bruno und Stalder Bruno.

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Man glaubt, die Saison sei gerade erst zu Ende gegangen und schon geht es weiter: Fussball.

Die heimische Liga nimmt die neue Saison in Angriff. Grösste Änderung ist sicherlich der Aufstieg von Lugano bzw, der Abstieg von Aarau.

Einige Änderungen musste der Meister FC Basel hinnehmen. Nebst dem Abgang von Trainer Sousa (der man irgendwie erwarten durfte), der durch den Thuner Urs Fischer ersetzt wurde hat sich auch im Mannschaftsgefüge einiges getan. Fabian Frei ging nach Mainz, Fabian Schär zog’s nach Hoffenheim und Marco Streller ist vom aktiven Sport zurückgetreten.

Neu hinzu gekommen sind unter anderem Michael Lang von GC und Kuzmanovic von Inter und Marco Janko. Das eingekaufte Material liest sich grundsätzlich nicht schlecht. Ich erwarte in dieser Saison keinen Durchmarsch, wie es den Baslern auch schon gelungen ist.

Dies hängt weniger mit Basel zusammen sondern mehr am BSC YB.

Die Jungs gaben in meinen Augen in diesem Sommer ein richtiges Statement ab. Selten haben die Berner durch ihre Transfers gezeigt, dass die Zeit für einen neuen Meister reif ist.

Das Team hat in der letzten Saison schon sehr gut funktioniert (ich erinnere nur den Heimsieg gegen Basel im Frühling, da sah Basel kein Land).

Von Benfica kam Loris Benito und Miralem Suleymani (auch den bin ich ganz besonders gespannt). Von Wil kam Tabakovic und von GC Gregory Wüthrich. Und mit Forte steht in meinen Augen der richtige Trainer an der Seite. Es ist nur zu hoffen, das in der Chefetage nicht wieder blinder Aktionismus Einzug hält wenn der Saisonstart nicht so verlaufen sollte, wie man es sich wünscht (es wäre ja nicht das erste Mal).

Selbst wenn Basel diese Saison Meister werden sollte, wird es eine ganz enge Kiste.

Wohin mit GC?
Das ist die erste Frage, die ich mir stelle, wenn ich mir die Transfers so anschaue. Mit Abrashi, Dingsdag, Garcia, Grichting, Michal Lang, Ngamukol und Wüthrich ist der Substanzverlust in meinen Augen schon enorm.

Bis auf den Aarau Joel Mall, den Goali aus Aarau, sagt mir eigentlich kein Zuzug was. Ich möchte mir daher kein abschliessendes Urteil bilden, wage aber trotzdem die Voraussage, dass es eine verdammt schwere Saison für die Zürcher wird.

Der FC Luzern hat eine bewegte Saison hinter sich.
Miserabel gestartet hat man sich in der Rückrunde markant gesteigert. Eine Steigerung, die einen bis auf Rang 5 gebracht hat.
Wenn man sich die Transferliste der Luzerner so anschaut dürfte eine Saison wie die Letzte nicht nochmals vorkommen. Die Abgänge halten sich im überschaubaren Rahmen. Hinzugekommen sind unter anderem Nico Brandenburger von Gladbach und Sebastian Schachten von St. Pauli. Ich traue Luzern durchaus wieder eine Saison zu, die in den Top 5 endet. Aber der Saisonverlauf kann in Luzern mal schnell von der Chefetage und weniger von den Leistungen auf dem Platz abhängen.

Dem FC Thun musste in der letzten Saison ein grosses Kränzchen gewindet werden.
Mit einem eher tiefen Budget hat man sich auf Rang 4 gekämpft. Aber auf diese Saison hin muss man den grössten Substanzverlust an der Seitenlinie verkraften. Der Trainer Urs Fischer hat in Basel unterschrieben und sucht dort nach einer neuen Herausforderung.
Man hat zudem Gonzales (zurück zu YB) verloren. Liegt nochmals solch eine Saison drin? Bezweifle ich stark. Aber mit dem Abstieg sollte man trotzdem nichts zu tun haben.

Beim FC Zürich ist man sich nie so sicher wohin die Reise geht.
Von hui (bedrängen des FC Basel) bis pfui (so scheisse spielen, bis man von Abstieg sprich) liegt bei diesem Team etwa alles drin. Ihr grösseter Verlust dürfte sicherlich Elvedi sein, der Lucian Favre nach Gladbach folgt. Schwer zu sagen, wie das Team diesen Verlust verkraften wird. Für einen Top 4 Platz reicht es in meinen Augen aber nicht diese Saison nicht.

Nach der Saison hat sich der FC Vaduz vermutlich in Aarau bedankt nicht abgestiegen zu sein.
Eine grossartige Saison war es ja beileibe nicht (Zweitletzter). Und nur dank Aarau, das noch beschiessener spielte ging der Weg nicht wieder runter in die Challenge League. Das Saisonziel dürfte also wieder gleich lauten wie letzte Saison: Nicht absteigen.
Die Mannschaft blieb grosso modo zusammen und wurde nicht gross verändert.

Der FC St. Gallen ist für mich ein bisschen wie Luzern. Eine riesige Wundertüte.
Es gibt Spiele, da spielt man alles und jedes an die Wand. dann gibt’s wieder Spiele, da möchte man das ganze Team inklusive Staff auf die Strasse stellen. Auf der Seite der Abgänge stehen unter Anderem Besle, Demiri, Karanovic und Roberto Rodriguez.
Auf der Seite der Neuen sind unter Anderem Martin Angha von 1860 (gut, der hätte vermutlich überall auf der Welt unterschrieben nur um nicht bei den 60ern bleiben zu müssen). Zudem kommt Alain Wiss von Luzern.
Nochmals Rang 6 ist für mich etwa die Region in der ich SG wieder erwarte.

Der FC Sion hat seine Saison mit dem Cupsieg irgendwie noch retten können.
Die Mannschaft hat sich letzte Saison in meinen Augen doch unter Wert geschlagen. Die Mannschaft kann Fussball spielen und ist besser als nur Rang 7. Daher etwarte ich von der CC-Truppe eine markante Steigerung (vor allem wenn man den Gerüchten glauben schenken will, dass Dzemaili vor einer Vertragsunterschrift stehen soll).
Für mich eine Mannschaft, die es in die Top 4 schafft.

Der Aufsteiger FC Lugano hat eine schwere Saison vor sich.
Aber Eine, die er in vollen Zügen geniessen darf. Und dies dürfte vor allem am neuen Trainer liegen. Trotz des Aufstiegs hat sich Livio Bordoli entschieden Lugano verlassen und in Aarau unterschrieben (man war sich bei den Lohnverhandlungen offenbar nicht einig). Neu „an der Bande“ ist Zdenek Zeman, ein Verfechter des offensiven Fussballs. Ein Mann mit einer beeindruckenden Liste seiner Stationen als Trainer (also mehr die Anzahl denn der Orte): Parma, beide Rom (hintereinander übrigens), Neapel, Roter Stern Belgrad.
Bei Aufsteiger ist es ja immer so eine Sache. Die Euphorie trägt einen durch die ganze Saison und man hat mit dem Abstieg so gut wie nichts zu tun. Oder aber der Start misslingt und krebst die ganze Saison unten rum. Als ersten Abstiegsaspiranten möchte ich Lugano jetzt aber auch nicht zählen.

Summa Sumarum: An der Spitze wird es eng. Ich persönlich glaube, dass Basel als Meister abgelöst wird und in Bern das erste Mal nach 1986 wieder gefeiert werden darf.

Beim Abstieg kann und will ich mich nicht festlegen, Es erscheint mir als viel zu eng, als dass man hier eine gesicherte Aussage gemacht werden kann.

Wie fängts also an?

Die Runde beginnt am Samstag um 1745 Uhr mit Luzern gegen Sion.

Um 2000 Uhr dann FC Zürich gegen die Berner Young Boys.

Am Sonntag um 1345 Uhr wie immer 2 Spiele mit Basel gegen Vaduz und Thun gegen GC.
Livespiel um 1600 Uhr dann St. Gallen gegen Lugano.

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Das soll’s von mir gewesen sein.

Setzt Euch hin und schaut’s.

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