Wochensport 14 / 2017 – Take Me Out to the Ballgame

Einen schönen Sonntag Euch Allen.

Nächste Woche hat es wohl für jeden Geschmack etwas dabei. Nebst dem Ende einer Halbfinalserie im Schweizer Eishockey und dem Anfang des Finals am Donnerstag konzentriert sich das Programm mehr oder weniger auf das Wochenende.

Im Fussball stehen nächste Woche vor allem die Halbfinals im Schweizer Cup im Vordergrund (bevor am Wochenende wieder der Ligafussball im Vordergrund steht). Am Freitag kommt man in den Genuss der Bundesliga (aber nicht da wo man ihn vermuten würde).

Für die Freunde des Golfs beginnen die Masters in Augusta. Freunde von Motoren schauen eher die MotoGP und Formel 1. Und wer mehr auf harte Beinarbeit mag schaut sich Paris – Roubaix an.

Und einen kleinen Blick auf den Saisonstart der MLB wagen wir auch noch.

Und wo wir gerade dabei sind; für heute habe ich mich für Spiel 4 der World Series 2014 zwischen San Francisco und Kansas City entschieden. Die Royals gingen mit einer 2:1 Führung in dieses Spiel, wurden dann allerdings von den Giants mit 11:4 aus dem Stadion geschmissen. Einen Tag später gingen die Giants mit 3:2 in Führung. 3 Tage später, nach 7 Spielen kührten sie sich zum neuen Champion. Fun Fact am Rande: Bei Spiel 4 begannen die Nachnamen der beiden Starting Pitcher zum ersten Mal in der Geschichte der MLB mit dem selben Buchstaben (Vogelsang, Vargas).

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DAZN

Es war ja eigentlich nur eine Frage der Zeit bis ich mich dazu entscheiden würde den Probemonat bei DAZN zu lösen. Aber seit dieser Woche haben sie mir ein unschlagbares Argument geliefert es zu tun. Am Dienstag hat DAZN verkündet 600 Spiele der kommenden MLB-Saison zu zeigen. Somit ist das US-Paket nun voll. NBA und NFL hat man bereits. Die NHL zwar ebenfalls, aber die ist in der Schweiz nicht zu sehen weil der Teleclub hier die Rechte besitzt (dieser Rechtevertrag wurde letztes Jahr frisch abgeschlossen, ich habe aber nicht in Erfahrung bringen können wie lange dieser dauert).

Nebst US-Sport sind noch die Premier League, die spanische und die italienische Liga zu sehen. Und für die Freunde des Darts gibt es viel Premier League zu sehen.

Wie gesagt werde ich den Probemonat dieses Wochenende lösen und mir die Sache mal anschauen. Inwiefern das DAZN-Programm hier in den Blog miteinfliessen wird kann ich heute noch nicht sagen.

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MLB

Und die Überleitung schreibt sich ja wie von selbst. Dieses Wochenende beginnt die neue MLB-Saison.

Heute Sonntag stehen 3 Spiele auf dem Programm. Morgen Montag beginnt der grosse Reibach mit 12 Spielen.

Als grosse Favoriten gehen (wieder) die Cubs und die Indians in die Saison. Die Cubs sind sogar leicht stärker weil Kyle Schwarber eine volle Saison durchspielen kann (letzte Saison verletzt, hat erst in der World Series in das Geschehen eingreifen können).

Wer sich einlesen möchte, der schaue bei ESPN vorbei, vor ein paar Tagen ein ausführliches Power Ranking veröffentlich haben.

Noch ein kurzer Blick auf die Transferfront (zuerst die Pitcher)

Die Red Sox (in Jahr 1 nach Big Papi) konnten sich Chris Sale von den White Sox holen. Der fünfmalige All-Star ist in den vergangenen 4 Jahren in der Abstimmung zum Cy-Young-Award stets in den Top5 gelandet. Der Linkshänder pitchte in seinen 7 Saisons einen ERA von genau 3.

Die Giants waren auf der Suche nach einen Closer, der das neunte Inning pitcht. Und mit Mark Melancon hat man ihn gefunden. Er pitchte zwischen 2013 und 2016 insgesamt 290 Innings und kommt auf einen sagenhaften ERA von nur 1.80. Er dürfte ein Grund sein warum viele Journalisten die Giants im power Ranking weit oben sehen.

Auch die Cubs waren auf der Suche nach einem Closer. Aroldis Chapman hat man zu den Yankees ziehen lassen. Dies weniger weil man ihn nicht mehr wollte sondern weil den Verantwortlichen seine Vertragshöhe (letztlich 86 Millionen Dollar für 5 Jahre) nicht mehr leisten wollte.

Geholt hat man Wade Davis von den Royals. Von ihm wird gesagt derzeit der wohl Reliever in der Liga zu sein. In den letzten 3 Spielzeiten hat der 182 Innings gepitcht und es dabei auf einen ERA von 1.18 gebracht.

Auch bei den Hittern ging was:

Und dieser hat eingeschlagen. Edwin Encarnation wechselt von den Blue Jays zu den Indians.

Und man hat sich diesen Deal was kosten lassen. Edwin erhält einen Vertrag über 3 Jahre und 60 Millionen Dollar. Es ist dies der höchste Free-Agent-Vertrag den die Indians in ihrer Geschichte abgeschlossen haben.

In den letzten 5 Jahren schlug er mindestens immer 30 Homeruns und kommt auf einen Schlagdurchschnitt von .272.

Dexter Fowler von den Cubs reist westwärts und hat bei den Cardinals angeheuert. Ein Mann, der nicht nur schlagen kann sondern auch schnell mit den Beinen ist. Fowler schlug letztes Jahr einen Durchschnitt von .276 und 13 Homeruns. Wichtig dabei ist, dass er auf die selbe Zahl von Steals kommt.

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Tennis

SRF2 zeigt heute Sonntag Abend ab 1900 Uhr das Finale von Miami zwischen Federer und Nadal. Da Federer letztes Jahr nicht in Miami teilgenommen hat, macht er heute Abend so oder so massig Punkte für die Weltrangliste.

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Schweizer Cup

Am Mittwoch stehen die Halbfinals auf dem Programm.

Um 1845 Uhr spielt Winterthur zu Hausen gegen den FC Basel. Von Winterthur, das grundsätzlich für eine Überraschung immer zu haben ist, würde ich heuer nicht allzu viel erwarten. Denn das Team steht derzeit in der Challange League auf dem letzten Platz.

Und Basel geht ja sowieso immer als Favorit in ein Spiel.

Anschliessend um 2045 Uhr Sion gegen Luzern.

Beide Spiel werden auf SRF2 LIVE gezeigt.

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Super League

Auch wenn die 27. Runde vom nächsten Wochenende mit Basel gegen YB ein klares Topspiel besitzt interessiert es irgendwie so gar nicht. Denn das Geschehen spielt in den unteren Gefilden der Tabelle.

GC spielt gegen St. Gallen und ist dringendst auf Punkte angewiesen. Sonst erteilt ihnen das gleiche Schicksal wie dem FCZ letzte Saison.

Die Tabellensituation als interessant zu bezeichnen wäre weit untertrieben.

sfl.ch

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1. Bundesliga

Ja die Bundesliga schlägt hier nicht oft auf. Aber für nächste Woche habe ich was.

Seit dem 1. Dezember letzten Jahres ist Sky Sport News HD frei und unverschlüsselt empfangbar. Um nun die Bekanntheit des Senders weiter zu puschen hat man vermehrt Liveübertragungen (z. B. Handball) ins Programm genommen. Da ist aber noch sehr viel Luft nach oben. Im Februar betrug der Marktanteil des Senders nur 0,1%.

Aus diesem Grund hat man sich entschieden am nächsten Dienstag die Partie zwischen Dortmund und dem HSV LIVE zu übertragen. Vorberichterstattung startet um 1900 Uhr, die Partie beginnt um 2000 Uhr.

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Golf

Wenn es April wird weisst du die Masters in Augusta im Bundesstaate Georgia stehen an. Und auch wenn es ein offizielles Turnier der PGA ist, ist das Masters ein Einladungsturnier. Die formalen Kriterien sind aber so angelegt. dass die weltbesten Golfer auch am Start sind.

Augusta ist berühmt dafür einige der schwierigsten Löcher der Welt zu besitzen. Loch 10, Camelia genannt, hat auf seinen 453 Metern Länge einen Höhenunterschied von sagenhaften 100 Metern.

Und dann hast du das Heftigste noch vor dir. Denn mit Loch 11 (White Dogwood) beginnt der berühmte Amen Corner. 505 Yards lang (längster Par4 auf dem Kurs). Schwierig wird’s hinten, weil ein Teich und ein Bunker das Loch beschützen.

Loch 12 (Golden Bell) hingegen ist der Kürzeste auf dem Kurs. Weil du hier aber oft mit Winden zu kämpfen hast, gehört es zu den Schwierigsten. Um auf das Grün zu kommen muss ein Bunker überwunden werden. Zu lang schlagen geht auch nicht weil hinter dem Loch 2 Bunker sind.

Mit Loch 13 (Azalea) endet der Amen Corner. 466 Meter lang. Golfer mit Risiko werden hier belohnt. Denn weit schlagen ist hier ein Muss. Bist du zu kurz landet der Ball im Wasser. Gute Golfer spielen auf diesem Loch in der Regel 1 unter Par.

Wie immer bei Golfturnieren in Übersee sind diese im Free-TV nicht zu sehen. Der Teleclub hat die Masters ab jeweils 2100 Uhr im Programm.

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MotoGP

Zweiter Grandprix der Saison mit dem Gran Premio Motul de la República Argentina auf dem Termas de Río Hondo Circuit. Lüthi hat mit dieser Strecke so seine Probleme. Er ist im Rennen nie über Rang 6 hinausgekommen.

Tom Lüthi ist hervorragend in die Saison gestartet. Beim ersten Rennen der Saison in Katar wurde er hinter Morbidelli Zweiter.

Die Rennen finden zu guten Zeiten statt:

Moto3 um 1800 Uhr, Moto2 um 1920 Uhr und die MotoGP um 2100 Uhr.

SRF2 zeigt die Rennen der Moto2 und der MotoGP.

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Formel 1

Nächsten Sonntag zweites Rennen der Saison 2017 mit dem grossen Preis von China aus Shanghai.

formula-1-racing.net

Der Asphalt gehört zu den aggressivsten im ganzen Rennkalender. Normalerweise würden die Teams das Setup des Autos auf Topspeed trimmen. Da sonst aber die Reifen sehr leiden würden, wird das Setup auf Abtrieb abgestimmt damit man in den Kurven nicht rum rutscht.

Qualifiying am Samstag um 0900 Uhr, das Rennen am Sonntag um 0800 Uhr.

Wie immer bei den Kollegen von SRF2, ORF1 und RTL.

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Paris – Roubaix

Traditionellerweise eine Woche nach der Flandern-Rundfahrt wird die Königin, die Hölle des Nordens befahren.

Es ist eine 250 Kilometer lange Tortur. Die Strecke ist bei gutem Wetter die Hölle. Bei Regen schmierst du auf den Kopfsteinpflaster regelrecht umher.

Insgesamt werden 27 Sektoren befahren. Zu den Berühmtesten zählen der 2,4 Kilometer lange Trouée d’Arenberg, der 3 Kilometer lange Mons-en-Pévèle und der 2,1 Kilometer lange Carrefour de l’Arbre.

SRF2 steigt ab 1330 Uhr am Sonntag LIVE mit ein.

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Eishockey

Der erste Finalist steht mit dem SCB bereits fest. In Spiel 5 stand man nach Verlängerung und Penaltyschiessen gegen 2330 Uhr im Finale. Dass die Serie 4:1 endete konnte man im Vorfeld nicht erwarten. Zudem spiegelt es die Stärkeverhältnisse der beiden Teams nicht wider. In 3 von 5 Partien war Lugano den Bernern ebenbürtig wenn nicht sogar eine Spur besser. Aber Bern ist derzeit taktisch dermassen gut eingestellt, dass man auf alle Situationen richtig reagieren kann (exemplarisch hier, wie man in Spiel 5 vom 0:2 zum 2:2 kam).

Zug hat sich gestern Abend in einem begeisterten Spiel auswärts in Davos durchgesetzt und somit auch die Serie gewonnen. Den Zugern hat geholfen, dass man im zweiten Drittel aufgrund Davoser Unzulänglichkeiten in der Defensive innerhalb von 2 Minuten 3 Tore schoss. Hätte sich Davos mit dummen Strafen nicht selber aus dem Spiel genommen, das Spiel wäre in die Verlängerung gegangen.

Der Final beginnt am nächsten Donnerstag mit dem Heimspiel des SCB.

Zug ist kein häufiger Gast in einem Finale. Erst 2 Mal konnte man in die Schlussrunde einziehen: 1998 gewann man den Final gegen Davos mit 4:2 Siegen. Ein Jahr vorher stand man ebenfalls im Final gegen…..genau den SCB. Es war das letzte Mal als man einen Final noch auf maximal 5 Spiele ausgefochten hat.

Im ersten Spiel reichte Zug nur eine durchschnittliche Leistung um das Spiel in Bern zu gewinnen. Die Hausherren nahmen sich selber aus dem Spiel weil sie schlichtweg zu viele Fehler begangen haben. Renato „Toto“ Tosio sah beim 1:3 unvorteilhaft aus und vor dem 1:4 spielte er einen Fehlpass auf André Rötheli.

In Spiel 2 war Zug bis zur 24. Minute die klar bessere Mannschaft. Es stand zu diesem Zeitpunkt 2:1 für das Heimteam. Dann schoss Wes Walz in eben dieser 24. Minute das 3:1. Was jetzt folgen sollte gehört zu den berühmtesten Bildern schweizerischer Eishockey-Geschichte. Referee Bertolotti hat vor dem 3:1 nämlich ein klares Offside der Zuger übersehen. Die Berner Proteste waren dermassen lautstark, dass Bertolotti sich das Tor nochmals per Videobeweis anschaute. Problem: Er durfte das Video nur für Torraumszenen benutzen aber nicht für Fragen ob Offside oder nicht. Bertolotti stellte sich auf den Standpunkt, dass er ja jetzt diese Möglichkeit habe, er sie also auch nutzen wolle (auch wenn er sich bewusst war auf ganz dünnem Eis zu stehen). Er gab schliesslich das Tor nicht, die Partie kippte und Bern gewann das Spiel 5:2. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass der Zuger Wes Walz im Viertelfinal gegen Davos mit seinem Schlittschuh ein irreguläres Tor schoss, das aber gegeben wurde weil es zu diesem Zeitpunkt noch keinen Videobeweis gab (aufgrund dieser Szene hat man diesen dann eingeführt).

Man kann von Glück sprechen dass die Time-out-Redaktion (für jene, die sich nicht mehr daran erinnern können, das war eine Sportsendung mit Hintergrundgeschichten, die jeweils am Montag Abend lief) des Schweizer Fernsehens den Referees für genau dieses Spiel Mikrofone umgehängt hat:

Während dem Spiel schied auf Berner Seite Dan Marois aus, der sich den Daumen gebrochen hat,.

Als Ersatz holte man aus Köln Bruno Zarillo. Er war Topscorer in der DEL ist aber überraschend im Viertelfinale ausgeschieden. Bern-Trainer Bryan Lefley kannte Zarillo bereits aus der italienischen Nationalmannschaft und wusste daher was er an ihm hat.

Dieser Zarillo wird in Spiel 3 sogleich zum Matchwinner. Er traf bereits in der 7. Minute auf Pass von Meier zum frühen 1:0 vor über 16’700 Zuschauern. Zug kehrte das Spiel bis zur 29. Minute. In der 57. Minute traf Montandon auf Pass von Lars Leuenberger und Steinegger endlich zum Ausgleich. Nach 5.55 Minuten in der Verlängerung traf wieder Zarillo zum umjubelten Sieg.

Zarillo traf dann auch noch in Spiel 4. In der 58. Minute traf er ins leere Tor zum 4:0 für Bern und entschied somit diesem Final endgültig.

Der SCB hätte Zarillo gerne gleich in Bern behalten, das war aber nicht möglich weil Zarillo kurz vorher seinen Vertrag in Köln um 3 Jahre verlängert hatte. Der Verband hat dann übrigens auf die nächste Saison hin entschieden, dass die Clubs während den Playoffs keine Ausländer mehr engagieren dürfen.

Ebenfalls den Verein verlassen hat Bryan Lefley. Nur ein halbes Jahr nach dem Titelgewinn kam er am 18. Oktober bei einem Autounfall in Italien ums Leben.

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Das soll’s von mir gewesen sein.

Setzt Euch hin und schaut’s.

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