Wochensport 26 / 2018 – Take me to Russia

Einen schönen Sonntag Euch Allen

Nach zweiwöchiger Pause (French Open, Greenfield) komme ich nun endlich wieder dazu was zu schreiben.

Und selbstverständlich steht die Woche (und die nächsten Wochen) voll im Zeichen der Weltmeisterschaften in Russland. Am Wochenende gibt es, quasi als Ablenkung, Formel 1 und die DTM


◊ Weltmeisterschaft

Da weiss man irgendwie nicht wo man anfragen soll. Beginnen wir also mit dem Offensichtlichsten, den Spielen.

Das Russland gleich mit einem 5:0 Saudi Arabien aus dem Stadion prügeln wird war irgendwie nicht vorauszusehen. Und wie russische (kurze) Höhenflüge nun mal sind könnte der Aufprall dann umso härter ausfallen. Ägypten und, vor allem, Uruguay sind stärker also Russland einzustufen (vor allem dann, wenn ein wieder fitter Salah für Ägypten auflaufen sollte).

Marrokko gegen Iran ignorieren wir mal an dieser Stelle. Dafür war Portugal gegen Spanien das umso grössere Spektakel. Als Spanien schon wie der sichere Sieger aussah, kam, wer auch sonst, ein Ronaldo daher und schiesst mit seinem dritten Tor in diesem Spiel den Ausgleich (und mein Tipp aus welcher Mannschaft der Spieler mit den meisten Toren kommen wird dürfte damit auch schon obsolet sein).

Kurzer Ausblick auf die „matches to watch“ von nächster Woche (bzw. heute Abend).

Es beginnt, natürlich, mit Brasilien gegen die Schweiz heute Abend um 2000 Uhr. Ich bin irgendwie froh, dass die Schweiz Brasilien gleich zu Beginn hat. Man ist noch nicht im Turnier angekommen, irgendwie noch in der Selbstfindungsphase (remember Spanien – Schweiz an der WM 2010? Bei diesem Turnier starteten die Brasilianer übrigens auch nur mit einem mageren 2:1 gegen Nordkorea).

Traue ich der Schweiz einen Sieg zu? Absolut. Wird er auch eintreffen? Möglich, aber damit rechen würde ich nicht. Aber hey, Überraschungen sind bekanntlich immer möglich.

Morgen Montag Abend steigen auch die Engländer in das Turnier. Sie haben Ihr Startspiel um 2000 Uhr gegen Tunesien. England ist für mich immer noch so ein kleiner Favorit. Mit Gareth Southgate hat man endlich wieder ein Trainer, der mit dem offensiven Potential der Mannschaft was anzufangen weiss. Aber es ist wie immer bei den Engländern: es hackt wie üblich auf der Torhüterposition und auch in der Verteidigung. Wenn sich die Offensive also beim Gegner einhacken kann und dort über lange Zeit beschäftigt ist, umso besser.

Am Dienstag kommt es für Russland bereits zum do-or-die-Spiel. Man tritt gegen Ägypten und muss aus dem Spiel Punkte nehmen, weil sonst dürfte es mit dem Weiterkommen doch eher eng werden.

Von Interesse dürfte die Partie am Donnerstag Abend um 2000 Uhr Argentinien gegen Kroatien werden. Die Kroaten gehören für mich immer noch zu den spielstarken Mannschaften in Europa. Sie neigen aber auch dazu extrem von ihrer Laune abhängig zu sein. Habe sie eine Gute, können sie alles an die Wand stellen was sich ihnen gegenüber stellt.

Am Freitag um 2000 Uhr die zweite Partie der Schweizer. Gespielt wird gegen Serbien, und wie bei den Russen auch kann dies bereits ein do-or-die-Spiel sein.

Am Samstag, ebenfalls um 2000 Uhr, Deutschland gegen Schweden. Es geht auf beiden Seiten nicht geräuschlos vonstatten. Deutschland kommt von seiner Özil/Gündogan-Diskussion nicht los, und bei den Schweden kann Zlatan Imbrahimovic, auch wenn er nicht im Team steht, seine Klappe nicht halten weil er offenbar omnipräsent sein muss (und das notabene aus über 11’000 Kilometer Entfernung).

Alle Spiele werden auf SRF2, ARD/ZDF, ORF1 gezeigt. Wer es in englischer Sprache mag, schaut bei der BBC oder ITV vorbei. Die Fifa hat die Senderecht für die Insel an beide vergeben (*pdf.). Französischsprachige werden entweder bei RTS Deux fündig oder in Frankreich bei TF1. Fürs Italienische TSI2 oder die RAI.


◊ Formel 1

Ich glaube man darf es mit Fug und Recht sagen, nächsten Sonntag kommt es zu einer kleinen Premiere. Zum ersten Mal nach 1990 wird wieder ein Rennen auf dem Circuit Paul Ricard gefahren. Der Kurs liegt in der Nähe von Le Castellet, das wiederum ca. 20 Kilometer von der Côte d’Azur entfernt ist.

Letzter Sieger war der unvergleichliche Alain Prost, der 1990 das Rennen zum dritten Mal in Folge gewann. Sowieso ist die Siegerliste mit grossen Namen gespickt: Jackie Stewart 1971, Lauda 1975, James Hunt 76, Mario Andretti 1978, Nelson Piquet 1985, Nigel Mansel 1986 und 87.

1445px-Paul_Ricard.svg
wikipedia

Wenn ich mir den Streckenverlauf so ansehe, dürfte das vor allem ein Kurs sein, der den Motor höher belastet als anderswo. Auf der Mistral-Geraden kann man voll durchdrücken und fährt doch einige Zeit auf vollen Touren bevor man in der Signes (die wohl ziemlich auf Vollgas gefahren werden kann) in den kurvigen Teil der Strecke kommt.

Vor allem Mercedes dürfte an dieser Strecke seine Freude haben, gehören ihre Motoren doch zu den besten.

Rennstart ist um 1510 Uhr 1610 Uhr (aufgrund der WM in Russland hat man den Zeiten etwas geschraubt) und übertragen wird es wie immer von SRF2, ORF1 und RTL.


◊ DTM

Es ist ein absoluter Klassiker unter den deutschen Strecken. Gefahren wird auf dem berühmten Norisring auf dem Nürnberger Zeppelinfeld.

 

Nach dem Start kracht es nicht selten in der 180-Grad-Kehre.

Wie immer in der DTM gibt es am Samstag ein Rennen und am Sonntag ein Rennen. Gestartet wird jeweils um 1330 Uhr, übertragen auf Sat1.


Das soll’s von mir gewesen sein.

Setzt Euch hin und schaut’s.

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