Wochensport 28 / 2018 – Grande Boucle

Einen schönen Sonntag Euch Allen

Endlich melde ich mich auch mal wieder. Als Entschädigung ist das Programm von nächster Woche prall gefüllt. Nebst der Weltmeisterschaft in Russland natürlich beginnt am Montag auch Wimbledon, am Samstag die Tour de France und in Silverstone dreht die Formel 1 seine Runden.


◊ WM 2018

Die ersten Achtelfinals haben bereits gestern Samstag begonnen. Ab Montag stehen die Achtelfinals fünf bis acht auf dem Programm.

Es beginnt morgen m 1600 Uhr mit Brasilien gegen Mexiko. Unter normalen Umständen sagst Du dir, dass das Spiel klar an Brasilien gehen wird. Aber was ist schon normal an dieser WM? Wer Deutschland schlagen kann, kann auch Brasilien aus dem Turnier werfen. Als Mexikaner würde ich vor allem Neymar das ganze Spiel über isolieren. Klar, hat Brasilien noch andere Waffen, aber zumindest ist die Grösste dann mal aus dem Spiel. Das Spiel wird auf alle Fälle enger als man denkt. Herz sagt Mexiko, Hirn sagt Brasilien.

Um 2000 Uhr Belgien gegen Japan.

Ok, der Tipp ist fürwahr nicht sehr schwer. Belgien dürfte das Spiel von Anfang an dominieren und nach 90 Minuten in den Viertelfinal einziehen. Wer eine Offensive um Lukaku, de Bruyne und Hazard sein Eigen nennen kann, darf sich verdammt glücklich schätzenn

Dienstag um 1600 Uhr Schweiz gegen Schweden.

Ab ca. 1550 Uhr dürfte die Schweizer Wirtschaft komplett stillstehen. Es dürfte wohl einige geben, die eine Stunde früher ins Büro gehen um dann eine Stunde früher aufhören zu können.

Eine Partie (mit Schweden als Gegner) mit der man eigentlich nicht rechnen konnte. Das Spiel riecht sehr sehr stark nach Verlängerung und Penaltyschiessen. Sollte es soweit kommen hoffe ich, dass im Vorfeld auch ein bisschen trainiert wurde (remember Ukraine 2006?)

Auf Schweizer Seite fehlen Lichtsteiner und Schär gelb gesperrt. Für Lichtsteiner dürfte mir grösserer Wahrscheinlichkeit Lang in die Startelf rücken. Bei Schär wird’s etwas schwieriger. Hängt auch davon ab was Petkovic bevorzugt. Djourou, der Erfahrene, der zwar den Hang für Böcke hat sonst aber als sehr stabil gilt. Oder aber Elvedi, weniger Erfahrung aber der schnellere (und auch Jüngere). Beide haben ihre Pros und Cons. Ich persönlich tendiere eher Richtung Erfahrung, sprich Djourou kommt.

Letztes Achtelfinal  am Dienstag um 2000 Uhr mit Kolumbien gegen England.

Ein Tipp, der für mich nicht sonderlich schwer ist: ich gehe zu England. Klar, Kolumbien ist sicher keine schlechte Mannschaft, sie besteht aber doch zu grossen Teilen nur aus James. Was mache ich also als Gegner? Genau jenen James isolieren und aus dem Spiel nehmen und schon sollte man die halbe Miete haben.

Die Engländer spielen in der Offensive mit ihrem Trio Lingard / Sterling / Kane und werden somit schwer auszurechnen sein. Kolumbiens Schwachpunkte sind ein Torwart, der scheinbar des öfteren eine Flanke unterläuft und ein rechter Verteidiger, der nicht sehr oft auf seiner angestammten Position zu finden ist.

England’s Manager weiss wo er anzugreifen hat.

Die Viertelfinals sind auf Freitag und Samstag fixiert worden (jeweils um 1600 & 2000 Uhr).

TV-technisch bleibt alles gleich: SRF2, ORF1, ARD/ZDF, BBC/ITV.


◊ Wimbledon

Und als hätte man nicht schon genug zu tun, fahren einem die Lawn Tennis Championships in die Parade. Ausgabe Nummer 132 steht heuer an.

Und die erste Überraschung gab es noch vor dem Turnier. Die Turnierleitung hat Federer, der derzeit die Nummer 2 der Welt ist, in der Setzliste auf 1 gesetzt und entsprechend Nadal auf 2.

Ich weiss nicht mit welcher Begründung sie das gemacht haben. Aber ich kann mir vorstellen, dass sie sich gesagt haben, dass Federer der bessere Rasenspieler gegenüber Nadal ist und somit auf 1 gehört. Mal ganz abgesehen davon, dass der Unterschied in der Weltrangliste derzeit gerade mal 50 Punkte beträgt.

Federer, der als Titelverteidiger das Privileg hat das erste Spiel auf dem Center Court zu bestreiten, hat es in seiner ersten Runde mit dem Serben Lajovic zu tun. Und das hat was Vertrautes. Die beiden sind nämlich letztes Jahr in der zweiten Runde aufeinander getroffen. Roger gewann in drei Sätzen.

In einem potentiellen Viertelfinale könnte Federer auf Kevin Anderson treffen.

Für Wawrinka dürfte das Turnier gleich nach der ersten Runde vorbei sein. Er hat nämlich Grigor Dimitrov zugelost bekommen.

Übertragungstechnisch heisst es vor allem SRF und BBC einzuschalten. Eurosport würde sehr gerne, darf aber nicht, weil sie die Rechte nicht haben.


◊ Tour de France

Ausgabe Nummer 105 der Grande Boucle.

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roadcycling.de

Da Flachetappen eher selten spannend daher kommen (also jedenfalls für mich nicht) konzentriere ich mich wie immer auf die Begetappen.

Zuerst sind sind die Alpen dran. Drei der sechs Bergetappen finden in den Alpen statt.

Es beginnt mit Etappe Nummer 10 einen Tag nach dem Ruhetag. Vier harte Alpenpässe müssen bezwungen werden: Der Col de la Croix Fry (13 Kilometer und 1’477 Höhenmeter), Plateau des Glières, und zum Schluss der Cole de la Colombière, der über den Col de Romme erreicht wird. Col de Rommes bislang einziger Auftritt bei der Tour de France war 2009. Auf dem Plateau des Glières, der dieses Jahr zum ersten Mal bei der Tour de France in Erscheinung tritt, müssen sich die Profis nicht nur mit einem der steilsten Teilstücke einer Passstraße am nördlichen Alpenrand herumschlagen. Die letzten, wenn auch leichteren, zwei Kilometer des Berges sind eine Schotterpiste. Ein interessanter Auftakt in die Bergetappen.

Einen Tag später geht es über 108 Kilometer von Albertville nach La Rosière. Befahren werden der Montée de Bisanne als auch der Col du Pré. Beide mit Steigerprozenten im zweistelligen Bereich.

Wiederum einen Tag später dann das Highlight. Es geht mal wieder auf die Alpe d’Huez. Nach drei Jahren kehrt die Frankreichrundfahrt zu diesem Pass zurück, aber bevor das Peloton das Ziel erreicht, müssen die Hors-Catégorie-Pässe Col de la Madeleine und der Col de la Croix de Fer bezwungen werden.

Und hier hast du ja erst die Hälfte hinter dir. Die Pyrenäen sind ja auch noch.

Es beginnt auf der 16. Etappe. Befahren werden der Col de Portet-d’Aspet, Col de Menté und zum Schluss Col du Portillon. Vor allem vor dem Portet-d’Aspet sollten sich die Fahrer in Acht nehmen. Der Pass ist sehr steil mit einem Teilstück von 17 %.

Absolutes Highlight wird dann aber Etappe Nummer 17. Sie ist nur 65 Kilometer lang dürfte aber absolut brutal werden. Auf dem Montée du Peyragudes verlor Chris Froome 2017 Zeit an seine Rivalen. Der letzte Pass zum Ziel, Col de Portet, ist zum ersten Mal bei der Tour de France dabei und mit ihm haben sich die Organisatoren ein dramatischen Weg zum Ziel erkoren: Der Pass ist unbarmherzig: Konstant 9%, 16 Kilometer lang, und er liegt 100 Meter höher als der Tourmalet.

Mit Etappe 20 wird das Bergfahren abgeschlossen. Und Sie ist ein Klassiker: Col d’Aspin, Col du Tourmalet und zum Schluss der Col d’Aubisque.

Tags drauf übrigens ein Einzelzeitfahren.

Im TV sollte man sich vor allem an Eurosport halten.


◊  Schwingen

Das traditionelle Rigi Schwingen steht auf dem Programm, wo heuer die Nordostschweizer zu Gast sein werden. Diese treten unter anderem mit Michsel Bless, Daniel Bösch, Samuel Giger, Armon Orlik und Roger Rychen an.

Tele1 wird das Rigi–Schwingen in voller Länge LIVE zeigen.

Auf srf.ch/sport wird das Südwestschweizer Teilverbandsfest aus Couvet übertragen werden.


◊ Formel 1

Rennen Nummer 10 der diesjährigen Weltmeisterschaft. Gefahren wird auf dem traditionellen Silverstone Circuit.

Silverstone_circuit.svg
de.wikipedia.org

Das schöne an dieser Strecke ist ja, dass du hier mehr oder weniger permanent Vollgas geben darfst.

Trotzdem ist das Setup nicht ganz einfach. Die Teams tendieren zu mehr Abtrieb weil man sonst in den Kurven zu viel Zeit verlieren würde. Ebenfalls aufgepasst auf Reifen und Verbrauch. Beide traditionell hoch auf dieser Strecke. Daher fahren die meisten Teams eine 2-Stopp-Strategie.

Aufgepasst auch auf das englische Wetter. Soll ja eher eine launische Diva sein.

Übertragen wie immer von SRF2, ORF1 und RTL. Rennstart um 1510 Uhr.


Das soll’s von mir gewesen sein.

Setzt Euch hin und schaut’s.

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