Wochensport 21 / 2014 – Wir machen Halt in Lissabon

Die Fussballsaison neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Der Champions League Final steht nämlich vor der Türe. Dazu gibt es weiterhin Eishockey und die Formel 1 macht am nächsten Wochenende in Monaco halt.

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Beginnen wir mit dem Höhepunkt der Woche, mit dem Final der Champions League im Estádio do Sport Lisboa e Benfica zu Lissabon.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Champions League kommt es zu einem Final zweier Stadtrivalen, Atlético und Real.

Zum fünften Mal kommt es in einem Endspiel der UEFA Champions League zu einem Duell zwischen zwei Teams aus dem gleichen Land. Vor 14 Jahren war dies erstmals der Fall, damals hieß der Sieger Real. Nun schicken sich die Königlichen an, zum zehnten Mal den Wettbewerb zu gewinnen. Für Atlético ist es erst der zweite Auftritt im Endspiel des Pokals der europäischen Meistervereine. Die Mannschaft ist im bisherigen Wettbewerb ungeschlagen und im Estádio do Sport Lisboa e Benfica sicher kein großer Außenseiter.
Es ist A. Madrids zweiter Auftritt in einem Final der Champions League. In der Saison 1973/74 traf man im Heysel-Stadion auf den FC Bayern München. In der 114. Minute ging man durch einen gewissen Luis Aragonés mit 1:0 in Führung ehe die Bayern in der letzten Minute der Verlängerung durch Hans-Georg Schwarzenbeck den Ausgleich schossen. Das Nachholspiel gewannen die Bayern dann 4:0.

Es war Aragonés letztes Spiel für Atlético. In der Saison drauf wurde er bei Atléticos neuer Trainer.

Sollte Atlético in Lissabon gewinnen, würde man sich als 23. Verein den Pokal der europäischen Meistervereine in den Trophäenschrank stellen. Den letzten erstmaligen Sieger gab es mit Chelsea FC im Jahr 2012 in München.

In der spanischen Liga und der Copa del Rey ist man sich schon oftmals über den Weg gelaufen, doch im Europapokal gab es zwischen beiden Teams erst eine Begegnung, nämlich im Halbfinale des Pokals der europäischen Meistervereine 1958/59. Real gewann das Hinspiel im eigenen Stadion durch Tore von Héctor Rial (15.) und Ferenc Puskás (33., Elfmeter) mit 2:1, für Atlético hatte Chuzo in der 13. Minute zur Führung getroffen. Im Rückspiel behielt Atlético dank des Tores von Enrique Collar in der 43. Minute die Oberhand.
Geleitet wird die Partie am nächsten Samstag von einem holländischen Trio unter dem Schiedsrichter Björn Kuipers. Gesperrt ist übrigens bei beiden Teams niemand.

Übertragen wird die Partie von SRF2 und ZDF. (Sendestarts um 20.00 Uhr bzw. um 20.25 Uhr). Wer die englische Sprache bevorzugt wechselt zu ITV (Sendestart um 20.00 Uhr).

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Die Eishockey-WM startet in Ihre zweite Woche. Das heisst, es finden die letzten Gruppenspiele und alle Final-Spiele statt.

Die Schweiz spielt am Dienstag sein letztes Gruppenspiel gegen Lettland aus. Spielbeginn ist um 15.45 Uhr.

Die Viertelfinals werden alle am Donnerstag gespielt (15.00, 16.00 Uhr, 19.00 und 20.00 Uhr).

Halbfinals sind am Samstag, das Spiel um Platz 3 am Sonntag Nachmittag und der Final am Sonntag Abend.

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Kommen wir zur Formel 1 und zu einem meiner Lieblingsrennen, nämlich Monaco.

Der legendäre Stadtkurs hat sich seit Jahrzehnten nicht verändert. Ein Sieg in Monaco zählt fast so viel wie der Gewinn der Weltmeisterschaft.

Die Streckenführung hat sich seit Jahrzehnten nicht verändert. Überholen kann man vergessen,selbst wenn man 3 Sekunden schneller fährt als sein Vordermann. Die einzigen Möglichkeiten zu überholen bieten sich eigentlich nur in der Loews-Lurve und mit ein wenig Glück am Ende des Tunnels.

Die Strategie ist in Monaco extrem wichtig. Wer in der Qualifikation weit hinten steht, wird es entweder mit einem sehr frühen oder sehr späten Boxenstopp versuchen. Der frühe hat den Vorteil, dass man lange mehr oder weniger ungestört auf der Strecke unterwegs sein kann und so Zeit gut macht. Der Späte, dass man eventuell weit nach vorne gespült wird.

Die schnellste Runde fuhr Rosberg 2013 mit 1.13,876 Minuten. 

Start zum Rennen ist um 14.00 Uhr. Wie immer Live dabei ist man bei SRF2 oder beim ORF1. 

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Das soll’s von mir gewesen sein. 

Setzt Euch hin und schaut’s. 

Eishockey-WM 2014

Wie am letzten Wochenende versprochen kommt hier der extra Beitrag zur Eishockey Weltmeisterschaft in Minsk.

Da ich gestern verhindert war folgt der Beitrag erst heute.

Es ist eine Reise ins ungewiesse für die Nati. Trainer Sean Simpson kämpft vor Allem mit den vielen Absagen.

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Der Spielort

Wie bereits abgesprochen finden alle Spiele in Minsk statt. Beim IIHF Kongress im Mai 2009 in Bern hat sich Minsk gegen Ungarn, Lettland und die Ukraine durchgesetzt.

Die Vergabe der Weltmeisterschaft nach Weißrussland wurde zeitweise kontrovers diskutiert, insbesondere, nachdem im Dezember 2010 viele weißrussische Oppositionelle verhaftet worden waren. Unter anderem wandten sich mehrere Mitglieder des Europäischen Parlaments an dieInternationale Eishockey-Föderation IIHF und forderten den Verband auf, die Vergabe der WM zurückzuziehen, solange es in Weißrussland politische Gefangene gibt. Nach der Hinrichtung zweier wegen des Terroranschlags auf die Minsker U-Bahn Verurteilter im März 2012 flammte die Debatte über eine mögliche Verlegung der Weltmeisterschaft erneut auf Mehrere deutsche Politiker, unter anderem die Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Dagmar Freitag, erklärten im April 2012 ihre Unterstützung für das Vorhaben die Welttitelkämpfe in ein anderes Land zu vergeben. Demgegenüber erklärte die IIHF, es bleibe bei der Entscheidung die Weltmeisterschaft in Weißrussland auszutragen. Da es beim Verbandskongress der IIHF in Helsinki im Mai 2012 keine Diskussion und keine Abstimmung über eine Verlegung des Turniers gab, wird das Turnier wie geplant in Weißrussland stattfinden (was ich angesichts der vorhandenen Infrastruktur in der Schweiz, Deutschland oder Tschechien für ein schlechtes Argument halte, wäre eine Verlegung sicherlich machbar gewesen). 
Spielstätten gibt es deren 2. Einerseits die „Minsk Arena (15’000 Zuschauer) und die Tschyschouka-Arena (9’614 Zuschauer).


Der Modus

Die WM dauert insgesamt 17 Tage und gliedert sich in 2 Phasen: Die Vorrunde und die Finalrunde.
Die 16 Teams spielen nach ihrer Weltranglistenplatzierung zunächst in zwei Gruppen à acht Teams eine Vorrunde. Die vier besten Mannschaften jeder Vorrundengruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale und spielten im K.-o.-System mit folgendem Halbfinale und Finale die Medaillengewinner aus (Playoff Round). Die Nationen auf dem letzten Rang der jeweiligen Gruppe steigen in die Division IA ab. Da Tschechien als Gastgeber für die WM 2015 gesetzt ist, würde bei einem sportlichen Abstieg Tschechiens die vorletzte Nation der beiden Gruppen mit der schlechteren Bilanz abgestiegen.

Die Halbfinals finden am 24. Mai statt (14.45 & 18.45 Uhr)

Spiel um Platz 3 am 25. Mai um 16.30 Uhr.

Das Finale dann ebenfalls am 25. Mai 21.00 Uhr.


Die Gruppen

Gruppe A: Schweden, Tschechien, Kanada, Slowakei, Norwegen, Dänemark, Frankreich, Italien
Gruppe B: Finnland, Russland, USA, Schweiz, Deutschland, Lettland, Weissrussland, Kasachstan.

Der Spielplan der Schweiz

Freitag, 9. Mai: Schweiz – Russland 0:5
Samstag, 10. Mai: Schweiz – USA (20.45 Uhr)
Montag, 12. Mai: Schweiz – Weissrussland (16.45 Uhr)
Mittwoch, 14. Mai: Schweiz – Deutschland(16.45 Uhr)
Freitag, 16. Mai: Finnland – Schweiz (20.45 Uhr)
Samstag, 17. Mai: Schweiz – Kasachstan (20.45 Uhr)
Dienstag, 20. Mai: Lettland – Schweiz (16.45 Uhr)

SRF2 ist bei allen Spielen Live dabei.

(c) IIHF.com

Man sieht auf den ersten  Blick, dass sich das Team gegenüber dem Letztjährigen stark verändert hat. Simpson selbst hat gegenüber der NZZ gesagt, dass er nicht weiss wo er und das Team stehen.

Gemessen an der Silbermedaille vom letzten Jahr ist in diesem Jahr in meinen Augen kein Optimismus angebracht. In den Vorbereitungsspielen hat man vielfach nicht gut ausgesehen und gestern gegen Russland gab’s eine Packung.

Ziel ist und bleibt die Qualifikation für die Viertelfinals. Wenn Deutschland, Lettland, Weissrussland und Kasachstan geschlagen werden dürfte dieses Ziel erreicht werden. In der Gegenwärtigen Verfassung des Teams glaube nicht an Siege gegen Finnland oder die USA.

Hoffen wir auf das Beste. Dass die Schweiz eine Silbermedaille holt haben wir uns letztes Jahr auch nicht erträumen lassen.

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Das soll’s von mir gewesen sein.

Setzt Euch hin und schaut’s.